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Leidenhöfer auf Entdeckungstour

Grenzgang, Teil 2 Leidenhöfer auf Entdeckungstour

Vom Bleichplatz bis zum „Kalten Stall“ – auf Entdeckungstour durch ihre Gemarkung zogen die Leidenhöfer Grenzgänger nach Sonntag am Dienstag erneut durch die Lande.

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Zur Erinnerung an ihren zweitägigen Grenzgang bildeten die Wanderer am 1. Mai ein riesiges Herz.

Quelle: Ina Tannert

Leidenhofen. Zur zweiten Grenzgang-Runde anlässlich des Jubiläumsjahres versammelten sich rund 200 hartgesottene Wanderer in Leidenhofen und verbrachten einen sonnigen Maifeiertag in der Natur.

Vom Bleichplatz bis zum „Kalten Stall“ – auf Entdeckungstour durch ihre Gemarkung zogen die Leidenhöfer Grenzgänger nach Sonntag am Dienstag erneut durch die Lande.

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Dieses Mal galt es, die sechseinhalb Kilometer lange westliche Grenze abzulaufen – die gegenüberliegenden Seite wurde bereits am Sonntag kontrolliert. Runde zwei hatte dabei einige Herausforderungen zu bieten.

Nicht nur einen deutlich steileren Weg, sondern auch kurze Regenschauer am Morgen und windige Überreste des Sturms vom Vortag.

Viele markante Wegpunkte passiert

Das hielt die Wandertruppe aber nicht davon ab, ihre Gemarkung Meter für Meter abzulaufen. Anfangs noch gegen den Wind dick eingemummelt, zogen die Teilnehmer bald im strahlenden Sonnenschein durch die Gemarkung und kraxelten ausdauernd die Hügel hinauf und hinunter, immer weiter in Richtung Wald.

Auf ihrem Weg passierten sie die Grenzen der Nachbargemeinden und markante Wegpunkte. Darunter den alten Bleichplatz, wo einst Leinen mithilfe von Wasser, Gras und Sonnenlicht gebleicht wurde, wie Wanderführer Heinrich Fritz-Emmerich per Mikrofon berichtete.

Ein Grenzgang soll ja auch etwas Lehrreiches haben. Damit das auch alle Teilnehmer mitbekamen, fungierte Wehrführer Albert Bender als „menschlicher Verstärker“, der während der Tour einen Lautsprecher durch die Gegend schleppte.

Mit Schwung über den Grenzstein

Der südliche Teil unterhalb von Leidenhofen wurde immer schon vor allem landwirtschaftlich genutzt, neben der Pfingstweide ist etwa der windumtoste „Kalte Stall“ bekannt, der seinem Namen alle Ehre machte.

Dort treffen auch die Grenzen von Leidenhofen, Winnen und Nordeck aufeinander, deutlich gekennzeichnet durch einen markanten Grenzstein. Wie es beim Grenzgang so üblich ist, bot der ausreichend Gelegenheit, um ausgewählte Grenzgänger mit Schwung und unter dem Jubel der Zuschauer über den Stein zu heben.

Um diese alte Tradition kamen weder die Geburtstagskinder des Tages herum, noch Bürgermeister Andreas Schulz oder Ortsvorsteher Konrad Bier.

Das Ereignis wurde ausgiebig begossen, die Stimmung war an diesem Tag bei Jung wie Alt bestens. „Das macht Spaß hier, man sieht ganz viel und hat richtig Platz zum laufen“, fand etwa Schülerin Laya, die mit ihrer Familie mit von der Partie war.

Eine kleine Herausforderung organisatorischer Art erwartete die Wandertruppe auf einer blühenden Wiese, die vor hübscher Waldkulisse prädestiniert war für ein Erinnerungsfoto.

Und dafür bewiesen die Grenzgänger Herz. Im wahrsten Sinne des Wortes: Mit etwas Koordination und vereinten Kräften bildeten sie ein riesengroßes Menschen-Herz auf grüner Wiese. Die ideale Erinnerung an einen sonnigen Grenzgang zum Jubiläum.

Noch bis zum Nachmittag wanderte die Gruppe weiter durch Wald und Wiesen. Eskortiert von Kräften des Deutschen Roten Kreuzes und der Feuerwehr, die müde Wanderer auch zwischendurch ein Stück mitnahmen, zog man weiter gen Süden und Osten, nicht ohne Schlenker hinauf zum Leidenhöfer Kopf, dem höchsten Punkt der Gemeinde.

Der Panoramablick auf den Ebsdorfer Grund bei strahlendem Sonnenschein war diese Anstrengung auf jeden Fall wert.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause am Rastplatz im Wald ging es zurück gen Heimatdorf. Am Abend wurden die fleißigen Wanderer mit einem kleinen Fest am Feuerwehrlöschteich belohnt, wo man den zweitägigen Grenzgang entspannt ausklingen ließ.

von Ina Tannert

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