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„Gemeinde in den Vordergrund rücken“

Weimar „Gemeinde in den Vordergrund rücken“

„Jetzt hat man die Person geschasst, dann sollte auch endlich die Gemeinde wieder im Vordergrund stehen“, fordert Volker Muth (SPD) nach seiner Wahlniederlage einen anderen Politikstil im Weimarer Gemeindeparlament ein.

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Weimars Bürgermeister Volker Muth (links) gratuliert am Wahlabend seinem Nachfolger Peter Eidam. Beide wünschen sich sachorientierte Diskussionen im Gemeindeparlament.

Quelle: Nadine Weigel

Niederweimar. Auch drei Tage nach der überraschend deutlich gegen Peter Eidam verlorenen Bürgermeisterwahl kann sich Noch-Bürgermeister Volker Muth (SPD) nicht erklären, was zu seiner Abwahl geführt hat. Eidam hatte den Amtsinhaber am Sonntag mit 61,6 zu 38,4 Prozent geschlagen, das Ergebnis wurde am Mittwochabend im Wahlausschuss auch ohne Einwände als amtliches Endergebnis bestätigt.

„Es gab keine Kritik an meiner Arbeit. Es gab keine Kernaussagen im Wahlkampf von Peter Eidam“, fasst Muth seine Sicht der Dinge zusammen. Die Menschen seien ihm vor der Wahl freundlich begegnet. Und keiner, mit dem er seit dem Wahlabend gesprochen hatte, habe eine Erklärung für dieses Ergebnis gehabt. „Es gibt nichts, was man mir vorwerfen kann.“ Es sei aber ein zum Teil sehr persönlicher Wahlkampf gegen seine Person geführt worden. „Und das reichte offenbar, um die Wahl so deutlich zu entscheiden. Das finde ich sehr schade. Der Spruch von Peter Eidam ,Ein Weimarer für Weimar‘ war wohl stärker als meine Arbeit.“

Sein Angebot an Peter Eidam zur frühzeitigen Einarbeitung erneuert Muth gegenüber der OP. Er wolle auch ein entsprechendes Votum des Gemeindevorstands einholen, dass Eidam an den Sitzungen teilnehmen darf. Eins sei aber bis zum Ende der Amtszeit auch klar: „Er kann sich informieren, entscheiden kann er nicht.“

Auf Muths Angebot zur Einarbeitung will Eidam eingehen. Wann, ist noch offen und hängt von seiner beruflichen Tätigkeit ab. „Es ist auf jeden Fall notwendig, dass ich mich einarbeite. Es ist nur noch die Frage, wie man das umsetzen kann.“ Wann er sein Amt als Niederweimarer Ortsvorsteher abgibt, steht ebenfalls noch nicht fest. „Ich könnte mir aber vorstellen, dies nicht ganz zum Schluss, sondern schon bald nach der Sommerpause zu tun“, sagte Eidam auf OP-Nachfrage.

von Michael Agricola

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