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Geldstrafe für Tritte gegen Auto

Gericht Geldstrafe für Tritte gegen Auto

Weil er auf einem Feldweg nahe Wittelsberg bei einem Streit mit einigen Tritten das Auto eines anderen verbeult haben soll, wurde ein Wittelsberger wegen Sachbeschädigung verurteilt. Das Marburger Amtsgericht verhängte gegen den Mann eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro.

Ebsdorfergrund. Bei dem Vorfall Anfang April sei insgesamt ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro an dem Auto entstanden, hieß es vor Gericht. Der 87-jährige Geschädigte sagte vor Gericht aus, er sei an besagtem Tag mit seinem Auto auf dem Feldweg bei Wittelsberg an dem Mann vorbeigefahren.

Dabei sei ihm der nicht angeleinte Hund des Angeklagten vor sein Auto gelaufen, so dass er diesen beinahe überfahren habe. Daraufhin sei der Angeklagte wütend geworden, habe ihn beleidigt, an ihm herumgezerrt und habe ihm schließlich mit einigen Tritten das Auto verbeult.

Der Angeklagte schilderte den Vorfall anders. Er rechtfertigte sich, er habe nicht absichtlich gegen das Auto des Mannes getreten. Der Hund sei sehr wohl angeleint gewesen, habe sich jedoch losgerissen, da der Mann mit seinem Auto zu schnell und zu dicht an ihm vorbeigefahren sei.

Dabei sei er auf seinem Fahrrad aus dem Gleichgewicht gekommen. Als er versucht habe, sich bei seinem Sturz abzustützen, habe er dabei gegen das Auto getreten. Dieser „Version“ schenkte das Gericht am Ende jedoch keinen Glauben.

Wie der Angeklagte beim Fallen „mehrere Male und um sich abzustützen“ gegen das Auto getreten haben wolle sei „nicht glaubhaft“ und „sehr fragwürdig“, sagte Richter Johann Lessing. Die Aussage des Geschädigten wertete das Gericht hingegen als glaubwürdig und verurteilte den Angeklagten daher zur Zahlung der Geldstrafe.

von Christian Barth

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