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Gefährliche Pfützen auf der Brücke

Mängel an neuem Bauwerk Gefährliche Pfützen auf der Brücke

Die B-3-Lücke Richtung Gießen war 2011 noch nicht lange geschlossen, schon tauchte auf der neuen Brücke ein Warnschild auf: Wasserglätte. Der Niederschlag fließt nicht richtig ab. Warum, das muss geklärt werden.

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Von Marburg nach Gießen – dank des B-3-Lückenschlusses geht das heutzutage recht schnell. Auf der Brücke bei Argenstein allerdings ist Vorsicht geboten: Vor allem bei starkem Regen bilden sich Pfützen. Wasserglätte tritt auf, die bei hohem Tempo zur Gefah

Quelle: Michael Hoffsteter

Argenstein. Ein Warnschild mit Ausrufezeichen: Wasserglätte. Bei Regen ist hier besondere Vorsicht geboten. Die Brücke, die erst im vergangenen Jahr eingeweiht wurde, weist bereits Schäden oder Mängel auf.

„Sehr ärgerlich“, findet dies Willi Kunze, bei Hessen Mobil (früher ASV) regionaler Bevollmächtigter für Westhessen. Die Straßenbehörde muss jetzt die Ursache finden. Das Problem: Wasser bleibt auf der Fahrbahn stehen. Es bilden sich Pfützen, und die stellen ein Gefahrenpotenzial da, vor allem, wenn man mit hohem Tempo unterwegs ist.

Eigentlich sollte die Brücke so konzipiert sein, dass das Wasser abfließt. Dass dies nicht oder nicht in ausreichendem Maße passiert, kann unterschiedliche Gründe haben. „Entweder, es gibt einen Planungsfehler oder einen Baufehler. Oder die Brücke hat sich abgesenkt“, erklärt Willi Kunze.

Der Ursache auf der Spur, sandte die Straßenbehörde am Sonntag ihre Vermessungstechniker aus. Die Fahrbahn Richtung Gießen war zwischen den Anschlussstellen Niederweimar und Roth einige Stunden lang voll gesperrt. „Die Mitarbeiter haben die Koordinaten der Brücke aufgenommen, um untersuchen zu können, was passiert ist“, erläutert Kunze. Noch ist vieles unklar: Wie erheblich sind die Schäden an der Brücke? Wie können sie behoben werden? Wie teuer wird das? Und vor allem: Wie sieht es mit der Gewährleistung aus?

„Das hängt alles davon ab, welche Ursachen es für das Problem gibt“, sagt der Regionalbevollmächtigte. Die Kosten für den Bau der Brücke beliefen sich auf 19,5 Millionen Euro. Womöglich belastet das Bauwerk gut ein Jahr nach seiner Fertigstellung den Bund erneut in größerem Umfang.

„Wenn die Brücke durchbohrt werden müsste, damit Wasser abfließen kann, dann wäre das eine größere Sache“, erklärt Kunze.

Vielleicht lasse sich das Problem aber auch mit geringeren Aufwand beheben - beispielsweise durch Abflussrillen oder durch Veränderungen an der dick aufgetragenen Fahrbahnmarkierung, an der sich das Wasser womöglich auch staue. All das bleibt vorerst offen. Die Straße übrigens auch. Der Verkehr Richtung Gießen rollt weiter über die Waldschlösschen-Brücke. Für die Verkehrsteilnehmer gilt weiterhin: Vorsicht!

von Carina Becker

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