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Fronhausen verschiebt Stromentscheidung

Vergabe der Stromkonzession Fronhausen verschiebt Stromentscheidung

Das Fronhäuser Parlament fühlte sich in seiner letzten Sitzung des Jahres noch nicht bereit für eine Entscheidung über die Vergabe der Stromkonzession und nahm sie von der Tagesordnung. Vorausgegangen war ein neuer Vorstoß von Bewerber Eon Mitte.

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Hochspannung herrscht bei der Stromkonzessionsfrage weiter in Fronhausen.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Dem Antrag von Richard Möller, Fraktionschef der Bürger für Fronhausen (BfF), schloss sich die CDU an, die einen ähnlichen Antrag vorbereitet hatte. Am Ende stimmte das Parlament auch mit Stimmen der SPD bei zwei Nein-Stimmen dafür, die Entscheidung zunächst auf die nächste Sitzung am 10. Februar zu verschieben.

Schon im Hauptausschuss hatten einzelne Gemeindevertreter ihr Unbehagen geäußert, so schnell nach der Vorstellung der Ergebnisse eines Gutachtens und dessen Bewertung durch den Gemeindevorstand eine Entscheidung treffen zu müssen. Die Ausschussmehrheit hatte allerdings bei Enthaltungen der CDU-Vertreter dem einstimmig erarbeiteten Beschluss des Gemeindevorstands zugestimmt.

Grundlage für die Entscheidung des Gemeindevorstands und des Hauptauschusses war eine vergleichende Bewertung, die der unabhängige Experte Dr. Klaus Weber (Mühlheim) gemeinsam mit dem Gemeindevorstand erarbeitet hatte. Er hatte die Angebote beider Bewerber untersucht. Der Gemeindevorstand hatte dann eine Bewertungsskala erarbeitet, die die Gewichtung verschiedener Aspekte der Angebote für die Gemeinde abbilden sollte. Im Ergebnis lag das Stadtwerke-Modell bei „optimalen“ 100 Prozent deutlich vor Eon, das nach dieser Bewertung nur 60 Prozent der Vorgaben erfüllte.

Eon könne das schlechte Abschneiden im Vergleich nicht nachvollziehen und mutmaßt, dass dabei „Faktoren wie bisherige gute Zusammenarbeit“, „technische und betriebliche Leistungsfähigkeit“ oder auch „Investitionen“ und der „augenscheinlich hervorragende Netzzustand“ außer Acht gelassen worden seien. In dem vierseitigen Schreiben spricht Eon von irreführenden und „einseitigen Darstellungen der Fakten“, gibt eine Einschätzung über die Vorteile seines Angebots und empfiehlt den Gemeindevertretern, auf welche Inhalte sie bei der Prüfung des Konkurrenzangebots achten sollten.

Wie es mit der Entscheidungsfindung nun weitergeht, blieb zunächst offen. „Wir haben jetzt erst mal sechs Wochen Zeit gewonnen, um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu finden“, sagte BfF-Chef Möller. Heiner Pfeffer, Fraktionsvorsitzender der CDU, brachte eine weitere Vorstellungsveranstaltung ins Gespräch, bei dem Eon und die Stadtwerke im direkten Aufeinandertreffen ihre Argumente austauschen könnten.

Das wiederum hielten Hei­mann und Möller in einer ersten Einschätzung für nicht hilfreich. Dafür habe man den Bewerbern bereits ausreichend Gelegenheit gegeben. Heimann meinte, dass man schauen müsse, ob es durch die neuen Informationen gravierende Änderungen in der Bewertung durch die Gemeinde gebe. „Wenn Eon nachbessern will, ist ein direktes Gespräch sicher sinnvoll.“

von Michael Agricola

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