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Im September auf gewohnter Strecke

Autofreier Sonntag Im September auf gewohnter Strecke

Wie der autofreie Sonntag im Südkreis zukünftig aussieht und welche Rolle dabei die Gemeinde Fronhausen spielen soll, wird noch zu erörtern sein. Fakt ist, dass er in diesem Jahr wieder auf Höhe von Bellnhausen beginnt.

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Archivbild: Die Teilnehmer des autofreien Sonntags auf der L 3048, der immer im September stattfindet, zeigen mitunter auch Kreativität bei der Methode der muskelbetriebenen Fortbewegung.

Quelle: Archiv

Fronhausen. Es war eine lange Diskussion, inklusive Einberufung des Ältestenrats, bis am Ende ein einzelner Satz mit einer konkreten Aussage einstimmig von den Fraktionen von SPD, CDU und Initiative Fronhausen beschlossen wurde: „In 2018 soll der autofreie Sonntag in der Gemeinde Fronhausen wie bisher stattfinden, wobei die über den Haushaltsansatz hinausgehenden Kosten als überplanmäßige Leistungen von der Gemeindevertretung zur Verfügung gestellt werden.“

Alles Weitere wird sich finden. Schließlich gibt es ja noch einen Beschluss aus der Dezembersitzung, wonach der Gemeindevorstand aufgefordert wurde, auch nach alternative Streckenführungen zu suchen. Warum? Weil Bürgermeisterin Claudia Schnabel ihre Verwaltungsmitarbeiter über Gebühr an den Vorbereitungsarbeiten gebunden sieht. Insbesondere weil es von Jahr zu Jahr schwieriger werde, eine Firma zu finden, die die Absperrungen der Abfahrten von der Bundesstraße 3 für einen adäquaten Preis übernehme.

Erhalten statt neu konzipieren

Die ganze Diskussion entwickelte sich etwas überraschend, hatte doch der Hauptausschuss eine klare Empfehlung abgegeben. Darin hieß es zum oben genannten Beschluss noch zusätzlich, dass „für 2019 mit den umliegenden Gemeinden ein neues attraktives Konzept“ für den autofreien Sonntag erarbeitet werden soll.

Damit konnte sich Günter ­Majewski von der SPD-Fraktion dann doch nicht anfreunden. „Wir haben eigentlich wiederholt deutlich gemacht, dass wir den autofreien Sonntag in seiner jetzigen Form gut finden und ihn auch so erhalten möchten. Hier wissen wir, dass es ­eine erfolgreiche Veranstaltung ist, das zeigen die Besucherzahlen. Und nichts spricht dagegen, den Kernort mit einzubeziehen,­ ­etwas rund um den Bahnhof aufzuziehen.“

Deshalb stellte er einen Antrag vor, der sicherstellen sollte, dass, wenn kein besseres Konzept gefunden wird oder nur eins, das noch höhere Planungskosten produziert, der autofreie Sonntag automatisch in der jetzigen Form wieder stattfindet. Es bestehe auch kein Grund, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ebsdorfergrund aufzukündigen.

Nach Alternativen soll gesucht werden

Lothar Nau von der CDU sah keine Notwendigkeit, vom Antrag, wie er im Hauptausschuss besprochen wurde, abzuweichen. Ihm war es wichtig, dass noch einmal darauf verwiesen wird, dass der Gemeindevorstand „ernsthaft und zielorientiert“ nach Alternativen suchen soll. Das sei bisher trotz des Dezemberbeschlusses ausgeblieben.

Heiko Fischer von der SPD sprach vehement dagegen, weil es den Dezemberbeschluss nicht verändert.  „Warum etwas zweimal beschließen?“ so seine Frage. Nau blieb hartnäckig und wollte die Ausschuss-Empfehlung als Erstes abstimmen lassen, Parlamentsvorsitzender Michael Heimann hielt jedoch die abgespeckte Version, die Heiko Fischer vorschlug für den Antrag, der weitergehender ist, weil er eben nur auf 2018 ausgerichtet ist und ­alles andere außen vor lässt.

Klaus Bork von der SPD-Fraktion warf noch ein, dass es besser sei, erst einmal die Möglichkeiten auszuloten, was überhaupt denkbar sei, bevor man an ein Konzept gehe.

Niemand will die vier Ost-Ortsteile abhängen

Auch Ulrich Zick und Heiko Becker, beide CDU, beteiligten sich rege an der Diskussion, was Matthias Heun von der Initiative Fronhausen zusammenfassen ließ, dass doch zunächst einmal alle den autofreien Sonntag für dieses Jahr haben wollen und eigentlich auch nicht wirklich gegen die Interessen der Ost-Ortsteile agieren möchten. Zick hatte schon angeregt, die „große Lösung“ mit einem autofreien Sonntag zwischen Gießen und Marburg nicht als Option direkt zu benennen, um nicht den vier Ortsteilen vor den Kopf zu stoßen.

Und Heiko Becker hatte herausgearbeitet, dass die alternative Lösung auch den Ebsdorfer Grund beinhalten sollte. Fazit: 2018 ist fix, es kann entsprechend im Grund und auch in Sichertshausen, Bellnhausen, Hassenhausen und Erbenhausen geplant werden. Was ab 2019 passiert, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

von Götz Schaub

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