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Südkreis Fronhäuser sind gegen ein „Abhängen“
Landkreis Südkreis Fronhäuser sind gegen ein „Abhängen“
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06:17 07.05.2012
Fronhausen

Einstimmig verabschiedeten die Fronhäuser Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung eine Resolution zur geplanten Reduzierung von Zughalten bei Regionalbahnzügen der Hessischen Landesbahn auf allen Unterwegsstationen zwischen Marburg und Gießen. Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber hatte die Resolution als Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung bringen können. Grund ist das vom Stadtparlament Marburg beschlossene Vorhaben, in Zukunft Züge der HLB als Regionalexpress ohne Halt zwischen Marburg und Gießen verkehren zu lassen und dies beim RMV zu bestellen. „Das ist äußerst egoistisch gedacht“, fand Weber klare Worte. Es könne nicht sein, dass für ein stündlich verkehrendes Schnellzugangebot zwischen Frankfurt und Marburg die Haltestationen zwischen Marburg und Gießen gekappt werden. Fronhausen sei wie Niederwalgern ein für viele Menschen zentraler und attraktiver Zusteigebahnhof. Wer die Kommunen auf dem Land stärken wolle, könne nicht mit solchen Aktionen um die Ecke kommen.

„Für einen Fahrzeitengewinn von maximal zwölf Minuten sollen Reisende der Stationen zwischen Marburg und Gießen ins Abseits gestellt werden.“ Die Haltepunkte der Gemeinden Weimar, Lollar und Fronhausen sind zentrale Verknüpfungspunkte zu Buslinien. So kommen zahlreiche Pendler aus Lohra und Ebsdorfergrund nach Fronhausen. Ein Wegfall der angedachten Zughalte hätte zwangsläufig zur Folge, dass viele Pendler aus unserer Region in Richtung Frankfurt, entgegen dem Verkehrsstrom, zunächst mit dem Auto nach Marburg fahren müssten. Das bedeutet zusätzlichen Verkehr in der Innenstadt, teure Parkplätze und weitaus längere Fahrtzeiten.“ Damit war alles gesagt. Ohne weitere Aussprache weist die Gemeinde Fronhausen das „unsolidarische Ansinnen der Stadt Marburg sowie der Initiative „Main-Weser-Bahn in Takt“ entschieden zurück und fordert die Beibehaltung der jetzigen Standards

von Götz Schaub