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Frohnhausen raus, Ockershausen rein

Sängerbund Heimatland Frohnhausen raus, Ockershausen rein

Die Chöre des Sängerbundes Heimatland wünschen sich für die Zukunft eine ausführlichere Nachbesprechung des Kritik- und Wertungssingens. Als neues Mitglied wurde der Männerchor Ockershausen aufgenommen.

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Etwa 45 Teilnehmer kamen zur Jahreshauptversammlung des Sängerbunds Heimatland. Unter anderem trug Frauenbeauftragte Irina Warkentin (stehend) ihren Bericht vor. Rechts: Wertungsrichter beim Kritik- und Wertungssingen in Lohra war Jürgen Fassbender aus Li

Quelle: Manfred Schubert

Niederwalgern. Im Mittelpunkt der Versammlung des Sängerbundes standen die Aufnahme des Männerchors Ockershausen, kurze Berichte des Vorsitzenden Gerhardt Sandtner, der Frauenbeauftragten Irina Warkentin und von Christine Schmidt in Vertretung für Jugendreferentin Annette Hof, und der Rückblick auf das Kritik- und Wertungssingen sowie dessen künftige Gestaltung.

Daran hatten am 21. April im Bürgerhaus Lohra 17 Chöre teilgenommen. Die meisten Darbietungen, mit denen sie sich der Beurteilung durch den renommierten Juror Jürgen Fassbender stellten, waren gut gelungen (die OP berichtete). Aber eine solche Veranstaltung ist dazu da, um dort Kritik zu üben, wo sie angebracht ist, und damit Möglichkeiten vom Fachmann aufgezeigt zu bekommen, es besser zu machen.

Dass das bei den betroffenen Chören und Sängern nicht immer gut ankommt, zeigt sich in allen Sängerbünden regelmäßig in den nachfolgenden Diskussionen. Beim Sängerbund Heimatland besteht deshalb, wie bei anderen, seit längerem die Möglichkeit für die Chöre, sich vorab für eine Beurteilung mit Noten (Wertung) oder eine unbenotete Kritik zu entscheiden.

Es sei grundsätzlich nicht gut, wenn Chöre schlecht abschneiden, da alle Laienchöre seien, argumentierte ein Teilnehmer. Ein anderer meinte, wer sich dem Urteil stelle, sollte auch eine schlechte Benotung vertragen oder ansonsten gar nicht am Kritik- und Wertungssingen teilnehmen. Sigrid Ganz, Ehrenvorsitzende des Sängerbunds, fand, dass Fassbender seine Sache gut gemacht habe.

In einem Kritikpunkt an dem Wertungsrichter waren sich jedoch alle einig: er hatte nach Ende der Darbietungen nur noch Zeit für eine zusammenfassende Bewertung gehabt. Wichtig wäre aber eine, sonst auch übliche, ausführliche Nachbesprechung gewesen, um die Wertungsbögen mit den Chören einzeln durchzugehen und die Benotungen sowie einzelne Anmerkungen in den Partituren genauer zu erläutern. Bundes­chorleiter Jürgen Kunz unterstrich: Für die Chorleiter ist die Kritik viel wichtiger als eine Note hinter dem Komma.

Der Vorsitzende Gerhard Sandtner beendete die Diskussion, indem er erklärte, der Juror werde künftig genaue Vorgaben erhalten, wie er vorgehen soll. Diese werde der Vorstand ausarbeiten und zur Herbstdelegiertenversammlung (3. September oder 7. Oktober) vorlegen.

Verein aus Frohnhausenist nicht mehr aktiv

Der Gesangverein Frohnhausen (Gladenbach) ist nicht mehr aktiv und hat seinen Austritt aus dem Sängerbund Heimatland erklärt. Zugleich hatte der Männerchor Ockershausen 1867/88 seine Aufnahme in diesen beantragt. Die Versammlung stimmte dem zu, somit bleibt die Zahl der Mitgliedsvereine bei 23 konstant.

Hintergrund ist, dass der Lahntal-Sängerbund sich, im 151. Jahr seines Bestehens, Ende 2011 aufgelöst hat. Ihm gehörten 14 Vereine an, die recht weiträumig verteilt waren, von Ockershausen als nördlichstem bis Weilburg und Lich. Unter mehreren Sängerbünden, denen sich die Sänger nun hätten anschließen können, wählten sie Heimatland, da diesem bereits der Frauensingkreis Ockershausen angehört, erklärte der Vorsitzende Johannes Müller.

Gerhard Sandtner betonte zusammenfassend, dass es insgesamt zwar ruhiger um die Aktivitäten des Sängerbundes geworden, dieser jedoch ein voll funktionsfähiges Organ sei. Er bitte alle, weiterhin daran mitzuarbeiten, dass das in Zukunft auch so bleibe, und bedankte sich für die geleistete Arbeit der Vorstände.

von Manfred Schubert

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