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Südkreis "Die Feuersäule war von Weitem zu sehen"
Landkreis Südkreis "Die Feuersäule war von Weitem zu sehen"
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15:05 29.01.2019
55 Feuerwehrleute sind am Montagmorgen zu einem Scheunenbrand in Mölln ausgerückt.  Quelle: Tobias Hirsch
Mölln

Aktualisierung 14.50 Uhr: Die Brandursachen-Ermittler der Kriminalpolizei haben keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung gefunden, teilt die Polizei mit. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass ein Kurzschluss das Feuer entfachte, möglicherweise hat ein Tier den Kurzschluss verursacht.

Das Feuer zerstörte die Fachwerkscheune mit sämtlichem Inventar, berichtet die Polizei weiter. In der Scheune befanden sich unter anderem ein Mercedes-Benz, Baujahr 2006, und etwa 15 Meter Brennholz. Die Kripo schätzt den entstandenen Schaden auf eine höhere fünfstelligen Summe. Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt.

Aktualisierung 11 Uhr: Der Alarm ging um 8.25 Uhr bei der Feuerwehr ein. "Gemeldet wurde ein Brand der höchsten Gefahrenstufe", berichtet Sören Waldeck, Pressesprecher von Ebsdorfergrunds Wehren. Die Feuersäule sei von Weitem zu sehen gewesen. 

"Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, war das Dach schon durchgebrannt", sagt Waldeck. Hinweise auf Verletzte gab es keine. Da sich keine Menschen in der Scheune befanden und das Gebäude einzustürzen drohte, starteten die Wehren den Löschangriff von außen.

In Heskem-Mölln brennt ein Fachwerkgebäude. Die Feuerwehr ist im Einsatz.

Bereits im Zuge des Einsatzes hieß es seitens der Polizei, dass das Gebäude wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist und der Schaden mindestens im fünfstelligen Bereich liegt. Schaden nahm laut Waldeck nicht nur der Fachwerkbau, sondern auch ein Auto und ein Anhänger, die in der Scheune standen. 

Im Einsatz waren 55 Feuerwehrleute, darunter Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Im Laufe des Vormittags gelang es ihnen, das Feuer zu löschen; dafür hatten sie zwischenzeitlich auch die Zisterne am Rewe-Markt in Dreihausen angezapft. Anschließend galt es für die Feuerwehrleute, kleinere Glutnester aufzuspüren und zu löschen. 

Die Bauaufsicht sperrte das Gelände am Mittag wegen Einsturzgefahr ab. Betroffen von der Sperrung ist auch eine Spur der Möllner Ortsdurchfahrt. 

Feuerwehrsprecher Waldeck geht davon aus, dass es auf einen Abriss der Scheune hinausläuft. "Jedenfalls nachdem die Gutachter des Versicherers und die Brandursachen-Ermittler der Polizei mit ihrer Arbeit fertig sind", sagt Waldeck. 

Im Einsatz waren die Wehren aus Dreihausen, Heskem, Roßberg, Ebsdorf, Wermertshausen und Leidenhofen. Marburg unterstützte die Retter mit einer Drehleiter, Kirchhain mit einem wasserführenden Fahrzeug. 

von Friederike Heitz