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Feuer, Erde, Wasser und Luft führen Schulen zusammen

Regenbogenschule Ebsdorf Feuer, Erde, Wasser und Luft führen Schulen zusammen

Die vier Elemente sind Gegenstand eines europäischen Projektes, durch das Schulen aus Nordirland Frankreich, Ungarn, Norwegen und Deutschland voneinander lernen.

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Waldpädagoge Peter Honig demonstrierte den europäischen Gästen das Anzünden eines Steinzeitfeuers. Seine Hilfsmittel: Stroh, Zunderpilz und Feuerstein.Foto: Martina Becker

Ebsdorf. Das Programm „Comenius“ steht für „innovative“ Wege der Zusammenarbeit und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa. Über den Pädagogischen Austauschdienst hatte sich auch die Regenbogenschule Ebsdorf als Teilnehmer für ein zweijähriges Projekt beworben. Andere Kulturen, Sprachen, Gewohnheiten und schulische Ansätze miteinander auszutauschen, das sei sehr interessant, erzählte Schulleiterin Anita Dietz.

Sie und ihre Kolleginnen waren vom 28. September bis 2. Oktober Gastgeber von 16 Lehrerinnen, Lehrern und Schülern aus vier europäischen Ländern. Zusammengeführt hatte sie die vier Elemente - Feuer, Erde Wasser und Luft, zusammengefasst unter der Überschrift: „Natural classroom - learning and growing together.“

Ausländische Gäste stellen auch eigene Projekte vor

Das Treffen in Deutschland war die dritte Begegnung zu diesem Projekt. Ein erster Austausch hatte bereits in Nordirland und Frankreich stattgefunden.

„Die vier Elemente prägen unsere schulischen Aktivitäten im Bereich Umweltpädagogik sehr stark“, erzählte Brigitta Nachtwey, Lehrerin der Regenbogenschule. Nicht minder sind sie auch an den Partnerschulen ein wichtiger Unterrichtsbestandteil, zu dem man sich rege austauschen kann.

So beinhalteten die viertägigen Besuche nicht nur das Kennenlernen, sondern auch das voneinander lernen. Die Gäste schauten sich die Schule an, nahmen am Unterricht teil und präsentierten eigene Konzepte und Arbeiten. Für die Regenbogenschule ist das Jugendwaldheim Roßberg ein „ganz wichtiger“ Partner für den Unterrichtsbereich Umwelt. Ein Besuch dieser Einrichtung gehörte daher zwingend zum Programm für die europäischen Gäste. Gezeigt wurde der selbst gepflanzte „Kinderwald“, um den sich die Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule regelmäßig kümmern.

Überdies besichtigte man das Gelände am Jugendwaldheim und tauschte Ideen zum Thema Feuer aus. Peter Honig, pädagogischer Mitarbeiter des Jugendwaldheims, gab dafür zahlreiche Anregungen. Im Begleitprogramm lernten die Gäste Marburg und Frankfurt kennen, unternahmen eine Wanderung durch Weinberge und eine Schifffahrt auf dem Rhein. „Der Austausch ist sehr interessant und eröffnet neue Ideen“, betonte Nachtwey. Die Ansätze im Bereich der Umweltpädagogik seien oft ähnlich aber auch Neues könne man lernen, so die Lehrerin. Im nächsten Jahr werden die Gastgeber Ungarn und Norwegen sein. Der Austausch findet zum größten Teil in englischer Sprache statt.

von Martina Becker

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