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Südkreis Experte spricht von Gefahr für Umwelt
Landkreis Südkreis Experte spricht von Gefahr für Umwelt
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19:25 29.11.2013
Das Wappen der Gemeinde an der Fassade der Mehrzweckhalle ist noch gut zu erkennen und zeigt damit auch an, wer Hauseigentümer ist. Quelle: Götz Schaub
Fronhausen

Mittlerweile hat die Vorweihnachtszeit begonnen und Reinhold Weber hat noch immer ein Thema vor der Brust, das er gerne schon als erledigt abgehakt gesehen hätte: die Zukunft der Mehrzweckhalle in Fronhausen. In der Septembersitzung der Gemeindevertreter kam das Thema als Dringlichkeitsantrag nicht auf die Tagesordnung, dann in der Folgesitzung scheiterte der Antrag auf Aufhebung des Sperrvermerks im Haushalt 2013. Diese Aufhebung ist aber notwendig, um die Halle sofort abreißen zu können. Der Sperrvermerk beinhaltet, dass die veranschlagten Mittel für den Abriss erst in Verbindung mit einem rechtsverbindlichen Kaufvertrag verausgabt werden dürfen.

Bürgermeister Weber beteuert: „Trotz intensiver Bemühungen konnte aufgrund des schlechten Gebäudezustandes unter den gegebenen Umständen kein Käufer gefunden werden.“ Mit dem Wissen von der Asbest-Gefahr könne und dürfe jetzt aber kein weiterer Aufschub akzeptiert werden, die Gesundheit der Bevölkerung genieße absolute Priorität. Dies lässt Weber die Bevölkerung bereits weit im Vorfeld der Parlamentssitzung durch eine entsprechende Verlautbarung im Gemeinde-Mitteilungsblatt wissen.

Steffen Weber, Vorsitzender der Fraktion Bürger für Fronhausen (BfF), sagt dazu: „Wir können nicht verstehen, wie man dagegen sein kann, die Halle jetzt abzureißen. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass durch Asbest eine reale Gefahr besteht.“

Das mit Asbest belastete Dach bröckele stark ab. Dies stelle eine Gefahr für Anwohner und Umwelt dar, heißt es in einem aktuellen Schreiben des Geschäftsführers einer Beratungsgesellschaft für Arbeitssicherheit an das Fronhäuser Bauamt. Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit und der Gesundheit der Bürger und Anwohner sei das Gebäude komplett und fachgerecht abzureißen.

Für SPD-Fraktionschef Günter Majewski ist das alarmierend: „Wir hatten am Donnerstagabend Fraktionssitzung. Für alle, die daran teilnahmen, war absolut klar, dass die Halle jetzt abgerissen werden muss. Da mussten wir nicht mehr großartig drüber diskutieren.“ Und weiter: „Wir können dem vom Gemeindevorstand erweiterten Beschlussvorschlag, so wie er für die Sitzung am 12. Dezember, formuliert wurde, ohne Einschränkungen zustimmen.“ Der erweiterte Beschlussvorschlag sieht nicht nur die Aufhebung des Sperrvermerk-Beschlusses vor, sondern auch die Beauftragung des Gemeindevorstandes, die Abbrucharbeiten ordnungsgemäß umzusetzen. Mit der Fraktion BfF und der SPD im Rücken kann sich Weber schon ein bisschen Hoffnung machen, dass der Beschluss durchkommt. Aber die hatte er schon zuvor im Boot. Was sagen also die Initiative Fronhausen (IF) und die CDU, die bis dato den Sperrvermerk erhalten wollen?

Inge Lettermann-Nass (IF) sagt: „Wir bleiben bei unserer Auffassung, dass der Sperrvermerk bestehen bleiben soll.“ Den Gang Webers an die Öffentlichkeit sieht sie gelassen. „Ein Mitglied unserer Fraktion wohnt praktisch in unmittelbarer Nachbarschaft und sieht für sich und seine Familie keine Gefahr von der Halle ausgehen.“ Die CDU besprach das Thema erst gestern Abend während ihrer Fraktionssitzung. Das Ergebnis wird nachgereicht.

Sollte die CDU wie die Initiative Fronhausen bei der Sperrvermerk-Variante bleiben, reicht es für Webers Ansinnen abermals nicht.In der Sitzung vom 7. November wurde auf Antrag von Steffen Weber (BfF) namentlich abgestimmt. Damals ging es zehn zu zehn aus, der Antrag wurde somit abgelehnt. Dabei fehlten je ein Mitglied der SPD, der IF und der CDU. Ein CDU-Mitglied stimmte mit SPD und BfF.

von Götz Schaub

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