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„Es ist ein richtig tolles Gefühl zu helfen“

Spendenlauf „Es ist ein richtig tolles Gefühl zu helfen“

Jan, Marvin und Rizgar stehen im Schatten und trinken etwas. Hinter ihnen liegen sieben große Runden um ein Teil des Schulgeländes. Noch eine Minute verschnaufen, dann heißt es: Noch so viele Runden, wie wir nur können.

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Bei bestem Wetter zogen die Schüler teilweise auf einem asphaltierten Feldweg ihre Runden.

Quelle: Gesamtschule Niederwalgern

Niederwalgern. Eins hat Gudrun Werding auch als ehemalige Lehrerin der Gesamtschule Niederwalgern nicht losgelassen: das Hilfsprojekt der Schule in Peru. Und so fährt sie weiterhin einmal jährlich nach Chosica, um die Entwicklungen vor Ort in Augenschein zu nehmen und der Schulgemeinde in Niederwalgern ein Feedback zu geben, was aus den ganzen Spendengeldern geworden ist. Mittlerweile wurde in Peru so viel umgesetzt, dass monatlich laufende Kosten in Höhe von 1100 Euro auflaufen, die keinesfalls in Peru gestemmt werden können. Denn nach wie vor handelt es sich um ein Projekt für die Bildung von Kindern, deren Familien kaum zwei Euro am Tag zur Verfügung haben.

Die Schülerinnen und Schüler der GSN wissen darum und helfen gerne mit, Geld für das Projekt zu sammeln. Dies geschieht schon fast traditionell über den Spendenlauf, bei dem sich Schüler Sponsoren suchen, die sie für jede absolvierte Runde mit einem bestimmten Betrag bezahlen. Organisiert wird dieser Spendenlauf von der Fachschaft Sport sowie dem Peru-Team der Schule. Auch die Schüler der Jahrgangsstufe fünf wissen schon gut über das Peru-Projekt Bescheid, Gudrun Werding hat allen Schülern von ihrem jüngsten Besuch in Peru erzählt.

Die „Fünfer“ sind die ersten, die auf die „Piste“ gehen. Dass es den Schülern wichtig ist, Gelder für die laufenden Kosten des schulischen Sozialprojekts einzusammeln und der dadurch ausfallende Unterricht keinesfalls die Hauptmotivation ist, drückt sich in den Statements der Schülern aus. „Es ist eine gute Sache, um ärmeren Kindern zu helfen“, sagt Emma aus Lohra und hat dabei „ ein richtig tolles Gefühl“, für einen guten Zweck zu laufen. Auch Marie aus Fronhausen ist fest entschlossen, ordentlich Spenden zu sammeln. Nach den „Fünfern“ laufen die nächsten Jahrgangsstufen los. An den Kontrollpunkten herrscht Trubel, denn jede Runde wird mit einem Stempel quittiert und natürlich dürfen die Läufer auch mal Luft holen und was trinken. Lotta aus Niederweimar, Milena und Theresa haben auch schon sieben Runden hinter sich. „Na, den Zettel kriegen wir wohl noch voll“, sind sie sich sicher. Das wären dann insgesamt 18 Runden...

Erstmalig beteiligten sich die höheren Jahrgänge in einer alternativen Form am Sozialprojekt. So stellen die Schülerinnen und Schüler in heimischen Betrieben und Einrichtungen unter dem Motto „Spende deine Hände“ ihre persönliche Arbeitskraft für ein vereinbartes „Spendenentgelt“ einen ganzen Schultag lang zur Verfügung. Hauptinitiator dieser Aktion ist die Schülervertretung der Gesamtschule, die diese Idee erfolgreich in die Gesamtkonferenz eingebracht hatte.

von Götz Schaub

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