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Südkreis Erstversorgung: Qualität wird belohnt
Landkreis Südkreis Erstversorgung: Qualität wird belohnt
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06:16 17.03.2012
Sie stehen für die rettungsdienstliche Versorgung der Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen (von links): Dirk Oswald (Erster Kreisbeigeordneter Gießen), Landrat Robert Fischbach (Marburg), Landrätin Anita Schneider (Gießen), Oliver Meermann (Johanniter).
Staufenberg

Staufenberg. Die drei Rettungsdienste haben in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet. Das bescheinigte ihnen die Gießener Landrätin Anita Schneider und ihr Marburger Amtskollege Robert Fischbach anlässlich der Übergabe der rettungsdienstlichen Beauftragung in der Burg Staufenberg.

Verantwortlich für die Bereitstellung dieser Dienste sind die Landkreise. Mit der Beauftragung trafen sie eine wichtige Entscheidung bezüglich der Notfallversorgung ihrer Bevölkerung. Die beiden Landräte zeigten sich überzeugt, dass aufgrund der positiven Erfahrungen der vergangenen fünfzehn Jahre eine gute Entscheidung getroffen wurde.

Das normale Maß für die Beauftragung von Rettungsdiensten liege bei vier Jahren, erklärte Fischbach. Diese zum zweiten Mal in Folge für acht Jahre auszusprechen, begründete er mit der verlässlichen Arbeit, die täglich auf dem Prüfstand stehe. Etwa 38.000 Einsätze sind es jährlich im Landkreis. "Die Zusammenarbeit hat sich bewährt, sie soll fortgesetzt werden", so der Landrat. "Es gibt eine wirkliche Zufriedenheit und wir sichern damit weiterhin eine hohe Qualität in der Hilfe", meinte Schneider. Überdies betonte sie, dass hier die landkreisübergreifende Zusammenarbeit etwas Besonderes sei und daran weitergearbeitet werden sollte.

Dass auf eine hohe Abstimmung zwischen den Rettungsdiensten Wert gelegt wird, erläuterten Markus Müller, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen und Oliver Meermann, Mitglied im Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe (Regionalverband Gießen) den 100 Gästen.

"Das gibt Planungssicherheit"

Sie betonten, dass die neue Beauftragung ihren Institutionen hohe Planungssicherheit gebe.

Welche Kriterien die Zusammenarbeit maßgeblich bestimmen, führten die beiden in einem Kurzreferat aus. Als wichtigstes Glied in der Versorgungsleistung nannte Meermann den Qualitätszirkel Notfallmedizin. Will heißen, dass die drei Rettungsdienste großen Wert auf eine fundierte und einheitliche, medizinische Ausbildung ihrer Rettungskräfte legen. "Wir haben die Medizin in unserer Dienstleistung ganz nach vorne gebracht und sind deshalb auch so erfolgreich mit unserer Arbeit", verdeutlichte Meermann. Diesen Sachverhalt unterstrich auch Thomas Klemp vom DRK-Landesverband. "Wir sind keine Speditionsunternehmen mehr." Der Transport sei der Ursprung, heute liege der Anspruch auf der medizinischen Erstversorgung der Patienten, so Klemp. Als weitere Elemente der Qualitätssicherung nannten die Referenten einheitliche Versorgungskonzepte, mobile Datenerfassung, ein großer Pool an Personal mit gleicher Ausbildung oder identische Fahrzeugausstattung. In der Summe sei diese Zusammenarbeit ziemlich einzigartig, meinte Müller. Um die hohe Qualität weiter gewährleisten zu können, wird "langer Atem" benötigt, der wiederum mit den Unterschriften der Landräte ermöglicht wird.

von Martina Becker