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Emotionale Höhepunkte und glückliche Gesichter

Posaunenchor Ebsdorf Emotionale Höhepunkte und glückliche Gesichter

„Harmonic Brass“ brachte das Flair großer Konzerthallen in die Ebsdorfer Kirche. Das Konzert fand zu Ehren des Posaunenchors statt, der seit 150 Jahren besteht.

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Fünf Musiker von Weltklasse: „Harmonic Brass“ begeisterte in Ebsdorf.Foto: Simone Schwalm

Ebsdorf. „Sie treten weltweit pro Jahr etwa 120 Mal in den renommiertesten Konzertsälen auf, wie etwa in der Carnegie Hall New York - und nun sind sie auch in der Ebsdorfer Kirche“, freute sich Armin Wallon, Vorsitzender des Posaunenchors Ebsdorf.

Mit der Ankündigung der fünf elegant gekleideten Herren in schwarzem Frack mit weißer Fliege hatte Wallon nicht zu viel versprochen: „Harmonic Brass“ präsentierten ihr „Concerto festivo“ auf allerhöchstem Niveau vor rund 230 Zuhörern, die in jubelnde Begeisterungsstürme ausbrachen.

Das renommierte Bläser-Quintett gab ein Konzert, mit dem das Jubiläum nicht denkwürdiger hätte gefeiert werden können. Ohne Notenblätter zu brauchen, spielten die fünf Münchner perfekt aufeinander abgestimmt sowohl klassische Stücke wie das „Concerto C-Dur“ von Antonio Vivaldi oder die „Toccata und Fuge d-moll“ von Johann Sebastian Bach als auch Musical-Höhepunkte aus „Aida“ von Giuseppe Verdi und dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber.

Mal zärtlich schmachtend, mal ganz düster

Mit ihrem Potpourri der bekanntesten Melodien aus dem „Phantom der Oper“ erreichte das Quintett sicherlich einen emotionalen Höhepunkt. Das zärtlich-schmachtende „Denk an mich“ oder das düster-sinnliche „Jetzt gibt es kein Zurück“ wurden von dem bedrohlichen Leitmotiv des Phantoms unterbrochen. Daneben unterhielt das Quintett sein Publikum auf humorvolle Weise, etwa bei ihrer beschwingten Bläser-Version der Oper „Carmen“ von Georges Bizet.

Der Hornist Andreas Binder kündigte seinen Trompeten-Kollegen Hans Zellner mit bayrischem Akzent an: „Niemand käme der schönen, rassigen, begehrenswerten Carmen näher als er.“ Davon schienen auch Gergely Lukács (Trompete), Thomas Lux (Posaune) und Manfred Häberlein (Tuba) überzeugt, denn als Zellner mit seiner Trompete die „Habanera“-Arie anstimmte, himmelten ihn seine Kollegen an und wandten ihre Instrumente einander zu, als wollten sie sich gegenseitig vom Schmerz der Verschmähung berichten. Das Publikum war vollends begeistert von den Münchnern.

von Simone Schwalm

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