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Einmalig, nachhaltig und authentisch

Argenstein Einmalig, nachhaltig und authentisch

Das Projekt „Zeiteninsel“ wird immer konkreter. Einmal mehr bekundeten Politiker und Behördenvertreter ihre Absicht, ihren Teil zur Umsetzung beitragen zu wollen.

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Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (Mitte) kümmerte sich um die Standfestigkeit einer Elsbeere.

Quelle: Nadine Weigel

Argenstein. „Das Projekt entsteht nicht irgendwo in Hessen. Es entsteht an einem authentischen und damit an einem glaubwürdigen Ort“, sagte Markus Morr, Kulturreferent des Landkreises Marburg-Biedenkopf Mittwochvormittag auf einer nebelverhangenen Zeiteninsel bei Argenstein.

Zahlreiche Menschen hatten sich dort eingefunden, um einer besonderen Baumpflanzaktion beizuwohnen. Die neun Elsbeeren, die es noch zu befestigen galt, sollen einmal als Treffpunkt auf der Zeiteninsel dienen.

Mit am Start mit Spaten ausgerüstet war Dr. Thomas Schäfer. Er äußerte den Verdacht, „dass ich bestimmt nicht wegen meiner gärtnerischen Fähigkeiten eingeladen worden bin. Die Einladung hat sicher eher etwas mit meiner beruflichen Tätigkeit zu tun“.

Als Hessischer Finanzminister kommt ihm in der Tat eine große Bedeutung zu. Und so lauschten alle erwartungsfroh seinen Ausführungen zur möglichen finanziellen Beteiligung des Landes Hessen an der Einrichtung der Zeiteninsel.

Schäfer brachte keinen Scheck mit, aber sicher sehr wertvolle Worte. Danach sieht er sehr gute Chancen für eine Mitfinanzierung, sofern sich die Einrichtung nach Fertigstellung selbst tragen kann.

 

An diesem wichtigen Aspekt werde gearbeitet und Schäfer zeigte sich zuversichtlich, dass sich auch Lösungen für dieses einmalige Projekt finden lassen. Der Hessische Landesarchäologe Professor Egon Schallmeyer ist überzeugt, dass die Zeiteninsel ein Erfolg wird.

Das Konzept gebe Anlass, optimistisch zu sein, und die jüngst gemachten Erfahrungen mit dem neuen Museum auf dem Glauberg bestärke ihn darin. Die Menschen seien empfänglich für erlebbare Archäologie.

Insgesamt wurden 250 Bäume sowie 850 Sträucher gepflanzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass für die einzelnen Zeitzonen, die dargestellt werden sollen, auch die Bepflanzungen zeittypisch sind.

Zum Abschluss wurden gestern noch neun Elsbeeren gepflanzt. Dabei handelt es sich um den Baum des Jahres 2011, der schon im Mittelalter seine „Fans“ hatte. Übrigens, auch Landrat Robert Fischbach steht hinter diesem Projekt, doch konnte er „seinen Baum“ krankheitsbedingt nicht einbuddeln.

von Götz Schaub

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