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Eine wirkungsvolle Waffe gegen Brandrauch

Hilfe für die Feuerwehr Eine wirkungsvolle Waffe gegen Brandrauch

Ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus stelle Feuerwehren immer vor Herausforderungen. Glücklich, wer da auch für kleine, aber wichtige Details die richtige Ausrüstung parat hat – etwa einen Rauchverschluss.

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Ein Wohnungsbrand kann sich schnell entwickeln, etwa durch vergessenes Essen auf dem Herd. Andreas Schulz, Wilfried Eucker und Gabriele Groß testeten den Rauchverschluss. Fotos; Weigel/Schaub

Dreihausen. Das Szenario kann gar nicht wild genug sein, als dass es nicht auch passieren könnte. Aus einer Wohnung in einem mehrstöckigen Haus dringt Brandrauch ins Treppenhaus – vielleicht musste gar die Feuerwehr selbst die Tür zur Wohnung gewaltsam öffnen und nun lässt sie sich nicht mehr schließen, schlägt ständig auf.

Die Einsatzkräfte können keinen Stuhl gegen die Tür stellen, weil sie selbst noch schnell rein und raus müssen, etwa weil sich noch zwei Kinder in der Wohnung aufhalten. Auch in den oberen Stockwerken werden noch Menschen vermutet, die gerettet werden müssen. Das ging von außen mit der Drehleiter, ist aber komplizierter als durchs Treppenhaus zu laufen. Wenn aber gerade dieses schon voll mit Rauch ist? – Das muss nicht unbedingt sein.

Es gibt wirkungsvolle Gegenmittel. Man muss sie nur zur Hand haben. Die Atemschutzträger der Feuerwehren aus Dreihausen, Ebsdorf, Hachborn, Rauischholzhausen und Wermertshausen verfügen nun dank der Sparkassenversicherung jeweils über einen Rauchverschluss. Das ist nichts Kompliziertes, sondern etwas ganz Praktisches: Es handelt sich dabei um eine schwer entflammbaren Gewebe, das glatt nach unten fällt. Dieses Gewebe klemmt man in einen variablen Metalltürrahmen der von einer tragenden Stange gehalten wird – und fertig. Beherrscht man die Griffe ist der Einbau in wenigen Sekunden erledigt.

Feuerwehrleute können dieses Hindernis mühelos durchlaufen und müssen sich nicht weiter kümmern. Der Rauch kann hingegen nicht weiter ungehindert durchs ganze Haus ziehen und erleichtert nicht nur die Rettungsarbeiten, sondern hilft auch mit den Gesamtschaden zu reduzieren.

„Das passt ja sehr gut“, freute sich Bürgermeister Andreas Schulz, schließlich wurden für die Atemschutzträger erst 50 neue Schutzanzüge angeschafft – ausgerüstet mit neuester Überdrucktechnik. Auch Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker freut sich: „Diese Rauchverschlüsse sind eine sinnvolle Bereicherung für die Wehren.“ Gabriele Groß, Geschäftsstellenleiterin der Sparkassen Versicherung in Stadtallendorf, übergab die fünf Rauchverschlüsse, die einen Einzelwert von 450 Euro besitzen. Bis 2014 stattet die Versicherung ihre kommunalen Kunden damit aus – und zwar ohne Kosten für die Kommunen. Die Rauchverschlüsse haben sich im Einsatz schon oft nachhaltig bewährt.

n Mehr Informationen über Rauchverschlüsse gibt es im Internet unter der Adresse www.rauchverschluss.de und unter www.sv-kommunal.de

von Götz Schaub

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