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Eine Reise zu den eigenen Wurzeln

Niederwalgern Eine Reise zu den eigenen Wurzeln

1938 emigrierte der damals 14-jährige Jude Herbert Roth mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten. 72 Jahre später besuchen seine Tochter und Enkelin die alte Heimat des in Roth aufgewachsenen Mannes.

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Debbie Roth-Howe (links) und ihre Tochter Leah sprachen in Niederwalgern über die Geschichte ihrer Familie und antworteten auf Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Quelle: Stefan Weisbrod

Niederwalgern. Am Montag waren Debbie Roth-Howe und ihre Tochter Leah an der Niederwalgerner Gesamtschule zu Gast. Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe zehn der Schule berichteten die beiden Frauen aus der Geschichte ihrer Familie. Zunächst zeigten sie einen im vergangenen Jahr aufgenommenen Film, in dem ihr Vater beziehungsweise Großvater über seine alte Heimat Roth spricht. Fünf jüdische Familien hätten damals im rund 500 Einwohner zählenden Roth gelebt, erzählt Herbert Roth darin. In seiner Kindheit sei der Umgang zwischen Juden und den anderen Einwohnern völlig normal gewesen. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, habe sich dies geändert. Nachdem er in die USA gekommen sei, habe seine Familie und er selbst die Erinnerung an Deutschland ausgeblendet, berichtet Roth, der 1938 im Alter von 14 Jahren in die Vereinigten Staaten emigrierte, im Film.

Damals, so erzählte Debbie Roth-Howe, hätten es ihre Eltern und Großeltern sehr schwer gehabt: „Auch in den USA gab es Vorurteile gegen Juden, vor allem, weil sie aus Deutschland kamen.“

von Stefan Weisbrod

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