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Südkreis Eine „Institution“ geht nach 20 Jahren
Landkreis Südkreis Eine „Institution“ geht nach 20 Jahren
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17:53 25.02.2013
Der scheidende Jugendfeuerwehrwart Reinhard Cloos. Quelle: Martina Becker
Hachborn

98 Jungen und Mädchen hatten sich am Samstag auf der Strecke zwischen Ebsdorf und Hachborn zahlreiche feuerwehrtechnische Aufgaben gestellt. Sie alle saßen nach Abschluss des Wettbewerbs im Bürgerhaus von Hachborn und warteten nicht nur gespannt auf die Ergebnisse. An die Veranstaltung gekoppelt war auch die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehren.

Erstmals in der Geschichte der Jugendfeuerwehr Ebsdorfergrund durften die jungen Mitglieder ihren Gemeindejugendfeuerwehrwart selber wählen. In den vergangenen zwanzig Jahren hatte sich Reinhard Cloos dieser Aufgabe mit ganzer „Leidenschaft“ gestellt. Unterstützt von seiner Frau Claudia wurden unter seiner Regie 28 Winterübungen vorbereitet und absolviert.

„Ich könnte eine halbe Stunde erzählen was Reinhard alles geleistet hat“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz. Das wollte er sich aber lieber für die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ebsdorfergrund aufheben, damit auch die Siegerehrung zu ihrem Recht kam. Statt vieler Worte wurde für Cloos zum Abschied eine sechsstufige „Rakete“, sprich ein riesiger Applaus, gestartet. Die Jugendlichen waren einstimmig dafür, dass der Bürgermeister für die scheidende „Institution“ der Feuerwehr Ebsdorfergrund bei den Gemeindegremien die Verleihung des Ehrentitels beantragt.

Sven Claar übernimmt Amt

Bei der Neuwahl des Nachfolgers waren sich die Jungen und Mädchen dann ebenfalls ganz übereinstimmend einig. Nachfolger wurde Sven Claar aus Dreihausen. Er kennt sich in der Materie aus, denn er war bislang der Stellvertreter von Cloos. „Was Reinhard hinterlässt, kann sich sehen lassen“, auf die Jugendfeuerwehr in Ebsdorfergrund könne man stolz sein, betonte Gemeindebrandinspektor Wilfried Eucker. In acht Orten werden Jugendgruppen ausgebildet, insgesamt 134 Mädchen und Jungen. Der Jahresrückblick ließ noch einmal die vielfältigen Aktivitäten rund um den Nachwuchs Revue passieren. Erfolgreich unter Beweis gestellt hatten einige Gruppen ihre Können auch auf Kreis- und Landesebene.

Ein Verdienst der „engagierten“ Jugendwarte in den einzelnen Orten, die zusammen für die feuerwehrtechnische Ausbildung über 1500 Stunden ihrer Freizeit geschenkt hatten. Die vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten seien hier nicht mitgerechnet, betonte Cloos.

Die Siegerehrung zur Winterübung 2013 war der letzte Tagesordnungspunkt. Voller Begeisterung nahmen die Mädchen und Jungen ihre Platzierungen entgegen. Das Feld lag sehr dicht beieinander. Gestartet waren 98 Jugendliche in vierzehn Gruppen, davon zwei Mädchengruppen. Die Jüngsten hatten einen Altersdurchschnitt von 11,4 Jahren. Im vergangenen Jahr blieb der Wanderpokal in Hachborn, weil er zum dritten Mal in Folge gewonnen wurde. Auch 2013 ging der Sieg dorthin.

von Martina Becker

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