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Eine Hommage an Georg Kreisler

Chansons Eine Hommage an Georg Kreisler

Wie oft Michael Frowin in den vergangenen 18 Jahren, die er nun als Schauspieler, Chansonier und Kabarettist auf der Bühne steht, in die Alte Kirche seines Geburtsortes zurückkehrte, lässt sich schwer sagen. Dieser Tage beehrte er Niederweimar ein weiteres Mal, und zwar zusammen mit dem Klaviervirtuosen Jochen Kilian.

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Gastspiel in der alten Heimat: Chansonier Michael Frowin gastierte schon oft in der Alten Kirche Niederweimar. Diesmal brachte er den Pianisten Jochen Kilian mit.

Quelle: Kristina Gerstenmaier

Niederweimar. Im Gepäck hatten die beiden: „Taubenvergiften für Fortgeschrittene“, eine Hommage an Georg Kreisler.

Mit einer Mischung aus Chansons von Georg Kreisler und eigenen Spitzfindigkeiten sowie kabarettistischen Einschüben, begleitet von meisterhaftem Klavierspiel machte das Programm seiner Ankündigung alle Ehre: „Ein lauer Sommerabend, ein volles Haus und die Aussicht auf einen wirklich unterhaltsamen Abend - was will man mehr.“ So hatte Hanna Schünemann vom Kultur- und Förderverein Alte Kirche Niederweimar das Publikum eingestimmt. In der tatsächlich vollbesetzten Kirche kamen die Zuschauer aus dem Lachen, Prusten und Schmunzeln nicht mehr heraus. Denn Frowin hatte bekannte und weniger bekannte Lieder der österreichischen Satiriker-Größe mit gesprochenen Einschüben verwoben, die mit einem eigenen, höchst bissigen Humor von den Unglaublichkeiten des Alltags erzählten. Stimmlich und mimisch ausdrucksstark interpretierte Frowin Stücke wie „Als der Zirkus in Flammen stand“, „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“ oder „Der Furz“. Keine Schamgrenzen, keine Tabus und kein Limit für schwarzen Humor und Respektlosigkeit, das schien das Motto des Abends zu sein. Und der zeugte neben aller Polemik, neben allen satirischen Pointen und dem Wortwitz nicht zuletzt von Tiefgründigkeit.

Und wer sich fragte, wann er endlich in den Genuss des wohl berühmtesten Stücks von Georg Kreisler kommen sollte, musste sich bis zum Schluss, ja sogar bis zur Zugabe, gedulden. Denn „Tauben vergiften im Park“ rundete den Abend auf wunderbare Weise ab.

von Kristina Gerstenmaier

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