Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Eine Glocke für die Freunde in Namibia

Kirchen-Aktion Eine Glocke für die Freunde in Namibia

Wenn die Rother Kirchenmitglieder zurzeit ihre Kollekte spenden, dann wissen sie sehr genau, wofür das Geld vorgesehen ist: für die Glocke, die in der befreundete Gemeinde in Ekoka erklingen soll.

Voriger Artikel
„Anne Kaffeekanne“ bei Blitz und Donner
Nächster Artikel
Es geht etwas voran in Weimar

Otto Weimar läutet die Glocke für Ekoka zum Gebet Vaterunser.

Quelle: Lisa Rösser

Roth. Die Kirchengemeinde Roth bereitet derzeit ein ganz besonderes Geschenk für die Gemeinde eines ehemaligen Studenten von Pfarrer Jobst Duwe vor: eine etwa 75 Kilogramm schwere Glocke, die bald die Gemeinde von Ekoka im Norden Namibias in das neu errichtete Kirchengebäude zum Gottesdienst rufen soll.

Den Wunsch nach einer eigenen Kirchenglocke konnten sich die Namibier nicht selbst erfüllen, da es in Afrika keine Glockengießereien gibt.

Und so hat die Gemeinde von Roth inzwischen nicht nur eine passende Glocke organisiert, sondern auch einen großen Teil der Kosten gedeckt.

„Das Ganze ist ein ziemlich einmaliger Vorgang“, findet der Rother Chronist Otto Weimar. Die Glocke kostet mehr als 2000 Euro. Die Namibier beteiligen sich an dem Projekt: „Schließlich muss auch der Transport auf afrikanischer Seite organisiert und ein Glockenturm gebaut werden“, erklärt Pfarrer Duwe.

In Namibia soll die Glocke vor allem eins tun: die Menschen zur Kirche „rufen“. „Die Glocke wird dort die Funktionen erfüllen, die sie bei uns früher hatte“, meint Duwe, „und vielleicht werden auch Menschen von weiter her kommen, weil sie auf einmal eine Glocke hören und neugierig werden.“

Der Pfarrer berichtet von den Reaktionen der Namibier: „Sie freuen sich sehr, dass wir so etwas für sie tun, obwohl wir ein­ander nicht kennen“, sagt er, und fügt hinzu: „So kommt zum Ausdruck, dass die Verbundenheit im Glauben über die Grenzen hinweg wirkt.“

Noch befindet sich die Glocke in Roth, noch ist der Transport nach Afrika nicht abschließend organisiert, doch die Beteiligten sind sich sicher, dass alles bald in trockenen Tüchern sein wird. Dann wollen sie eine Delegation nach Ekoka senden, um dabei zu sein, wenn die Glocke dort in Empfang genommen wird.

von Lisa Rösser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr