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Südkreis Ein neuer Anlaufpunkt für Radwanderer
Landkreis Südkreis Ein neuer Anlaufpunkt für Radwanderer
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18:27 25.07.2012
Stefan Bug (links) und Wolfram Aeckersberg schauen sich die Pläne an, die Aeckersberg gegenüber der Zeiteninsel verwirklichen möchte.Fotos: Götz Schaub
Argenstein

Als begeisterter Radwanderer ist dem Marburger Wolfram Aeckersberg immer wieder aufgefallen, dass es an den überregionalen Radwanderwegen noch vielerorts an Angeboten für Radfahrer fehlt. So entstand die Idee, sich selbst ein Plätzchen in dieser Nische zu suchen. Dabei haben Wolfram und seine Ehefrau Jutta Aeckersberg klare Vorstellungen.

„Wir denken zunächst an ein kleines Restaurant mit kleinem Laden“, sagt Aeckersberg. „Zunächst“ heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sich Restaurant und Laden, wenn sie denn einmal etabliert sind, vergrößern sollen. „Zunächst“ heißt, dass das Ehepaar später auch ein paar Übernachtungszimmer für Radwanderer anbieten möchte. Hauptzielgruppe ist der Radwanderer in der Altersgruppe 50plus. „Das ganze Projekt soll in einem überschaubaren Rahmen verwirklicht werden“, so der Marburger. Unter einem kleinen Restaurant versteht er letztendlich Plätze für 20 bis 30 Personen, keinesfalls mehr. „Das, was ich mir vorstelle, ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet“, stellt er deutlich heraus. Sicher soll es sich tragen können, und nach Möglichkeit ein kleines plus abwerfen, aber insgesamt möchte er das Projekt als „Hobby“ betreiben. Wenn alles gut geht, möchte er im April 2015 eröffnen.

Das Paar suchte bereits seit einiger Zeit einen geeigneten Standort zwischen Marburg und Limburg. In Argenstein wurde es fündig. Das bereits gekaufte Grundstück befindet sich hinter dem ersten Haus im Dorf, wenn man den Ort von Wenkbach beziehungsweise Roth aus anfährt. - Insgesamt 2000 Quadratmeter, die aber keinesfalls komplett bebaut werden sollen.

Aber Moment, da ist doch auch die Zeiteninsel am Entstehen. Richtig. Aeckersberg hat dies auch zur Kenntnis genommen, auch wenn dieses Projekt bei der Entscheidung für Argenstein keine Rolle spielte. „Ich möchte etwas für die vorbeikommenden Radfahrer und ganz wichtig auch für die Dorfbewohner anbieten, ich kann und will nicht ganze Busgesellschaften verköstigen.“ Aeckersberg sieht deshalb sein Vorhaben nicht als Konkurrenz zur Gaststätte „Ochsenburg“, sondern als Ergänzung beziehungsweise als Gewinn für Argenstein an. Selbst wenn das Freilichtmuseum einmal eröffnet wird, plädiert er dafür, dass sich dort für die Gäste noch ein Café ansiedeln sollte. Die Gäste seines Restaurants sollen zum einen Radfahrer sein, die dort nach der Verwirklichung eines zweiten Bauabschnittes auch übernachten können.

Frisches Essen ausBio-Ware aus der Region

„Angedacht sind bis zu 20 Betten, mehr nicht“, informiert Aeckersberg. Wie gesagt, sein Angebot soll überschaubar bleiben. „Jede Vergrößerung würde nur Stress bedeuten und meinen Vorstellungen zuwiderlaufen.“

Zurück zu den gewünschten Gästen: Zum einen also Radfahrer, zum anderen aber wie schon erwähnt die Bürger Argensteins. „Sie sollen dort ein neues Ausgeh-Angebot finden und natürlich auch den kleinen Laden nutzen können.“ Nullachtfünfzehn-Essen soll es bei ihm nicht geben, sondern gutes, frisches Essen, was auch Radwanderern zusagt. Auf dem Speiseplan sollen auf jedem Fall regionale Bio-Waren stehen. Im Dorfladen sollen die Argensteiner alles finden können, was sie mal so schnell nebenbei benötigen oder bei ihrem Großeinkauf vergessen haben.

Radwanderer sollen sich dort Erfrischungen und Stärkungen kaufen können wie auch Ersatzteile für ihre Räder. Aeckersberg geht davon aus, dass er Restaurant und Laden zunächst nur in der Radfahr-Saison betreibt, wenn der Laden und das Restaurant aber in Argenstein gut angenommen werden, könnte er sich auch eine kleine Ausweitung der Öffnungszeiten vorstellen, in der Winterzeit würde es ihn aber selbst zur Entspannung in wärmere Gefilde ziehen.

Um seinen Traum vom kleinen Restaurant und Dorfladen in Argenstein verwirklichen zu können, bedarf es noch der Zustimmung der Gemeinde Weimar, schließlich muss dafür auch eine Änderung der Flächennutzungsplanung vorgenommen werden.

Stefan Bug, der als Erster Beigeordneter zurzeit die Geschäfte für den im Urlaub weilenden Bürgermeister Peter Eidam führt, sagt, dass der Gemeindevorstand zunächst einmal ein Stimmungsbild aus dem Ortsteil Argenstein einfordern möchte. Deshalb soll es am 14. August einen Informationsabend geben, an dem alle Bürger ihre Fragen zum Projekt stellen können und natürlich auch ihre Meinung sagen sollen. An diesem Abend wird auch der Investor anwesend sein und Rede und Antwort stehen. Als Grundlage für die Meinungsfindung soll in der Vorbereitung dieser Artikel sowie eine Veröffentlichung im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Weimar dienen.

„Ich denke, so haben die Argensteiner schon einmal Vorab-Informationen und können sich auf den Info-Abend besser einstellen und ihre Fragen vorbringen“, sagt Bug und versichert: „Wir vom Gemeindevorstand wollen die Sache objektiv, offen und transparent für die Bürger vorstellen, um dann auch eine gute Entscheidung treffen zu können.“

Die Informationsveranstaltung des Gemeindevorstandes der Gemeinde Weimar findet am Dienstag, 14. August ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Argenstein statt.

von Götz Schaub

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