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Südkreis Ein kleines Dorf macht vieles möglich
Landkreis Südkreis Ein kleines Dorf macht vieles möglich
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18:14 26.01.2014
Symbolische Schlüsselübergabe für das sanierte Spritzenhaus mit Bürgermeister Peter Eidam (von links), Heinrich Rupert, Geschäftsführerin Mareike Claar vom Planungsbüro, Alfred Wallenwein, Ortsvorsteherin Ingrid Wallenwein, Benjamin Plitt, Rita Rohrbach, Julian und Thomas Ruppert und Bauleiter Hartmut Kind.Foto: Manfred Schubert Quelle: Manfred Schubert
Allna

„Es ist beeindruckend, mit welch großem Engagement die Allnaer die Sanierung des historischen Spritzenhauses im Ortskern vorbereitet, geplant und schließlich mit einem Superergebnis durchgeführt haben“, betonte Weimars Bürgermeister Peter Eidam am Samstagmorgen während der symbolischen Schlüsselübergabe.

Seit Juli vergangenen Jahres waren von den freiwilligen Helfern die alte Dacheindeckung entfernt, das Dach komplett mit neuen Dachziegeln versehen, Spenglerarbeiten durchgeführt, die Holzverschalung am ehemaligen Schlauchturm erneuert, die Gefache der Fachwerkkonstruktion mit Lehmsteinen neu ausgemauert und innen wie außen verputzt sowie der Farbanstrich des gesamten Gebäudes vorgenommen worden.

Elektroleitungen wurden verlegt und die Leuchten in der Buswartehalle, im Lagerraum und im Aufbahrungsraum, der noch mit einem Klimagerät ausgestattet werden soll, montiert.

Die beteiligten Bürgerinnen und Bürger sind sich einig, dass sich das große Engagement für den Ort gelohnt hat, weil dadurch ein bedeutendes Vorhaben der Dorfentwicklung realisiert werden konnte. „Wir haben so ein wichtiges Zeugnis der Geschichte erhalten können. Gleichzeitig wurden die Bedingungen an der Bushaltestelle, besonders für unsere Schulkinder, verbessert, der Aufbahrungsraum aufgewertet und ein Abstellraum neu geschaffen“, erklärte Ortsvorsteherin Ingrid Wallenwein, die die Baumaßnahmen mit den Eigenleistern vor Ort organisierte. Auf Anregung von Eltern war der Zugang zur Wartehalle von der Straße weg verlegt worden, sodass die Kinder nicht mehr direkt auf die Straße hinausrennen können.

Insgesamt wurden bisher etwa 550 Stunden an Eigenleistungen für dieses Projekt erbracht. Besonders hob die Ortsvorsteherin den Einsatz von Wilfried Becker hervor, der als Maler die entsprechenden Arbeiten koordinierte und anleitete, sowie von Dachdecker Peter Leimbach, der diese Aufgabe in seinem Fachgebiet übernahm.

Helfer sparen viel Geld ein

Zu den Helfern gehörten Heinrich Rupert, Alfred Wallenwein, Benjamin Plitt, Rita Rohrbach, Thomas Ruppert, Rainer Ortmüller, Tobias Ortmüller, Markus Lengemann, Gerhard Rohrbach, Johann Jankowski, Sabine Fraß, Hans Dörr, Konrad Dörr, Peter Laucht sowie deren Frauen. Sie haben mit Pizza, Eintopf, Salaten und mehr die Verköstigung bei den „Großeinsätzen“ sichergestellt, damit die Helfer „nicht vom Gerüst fallen“, berichtete die Ortsvorsteherin.

Bauleiter Hartmut Kind und Geschäftsführerin Mareike Claar vom Planungsbüro SP PLUS in Bad Nauheim überreichten den Beteiligten symbolisch einige Schlüssel aus Schokolade. Kind betonte, alles sei sehr harmonisch und sympathisch verlaufen und bedankte sich für die „super Zusammenarbeit“.

Ingrid Korn vom Fachdienst Dorferneuerung und Regionalentwicklung des Landkreises wertete die Eigenleistung der Allnaer als großen Erfolg und Gewinn für die Stärkung der Dorfgemeinschaft. Es sei deutlich geworden, dass die Bürgerschaft anpacken könne und ihren Beitrag zur gelungenen Dorfentwicklung leisten wolle. Dank der hohen Eigenleistung sowie guter Planung und Betreuung werden die veranschlagten Kosten in Höhe von ehemals 74790 Euro wesentlich unterschritten. Wahrscheinlich betragen sie 55000 Euro, 30250 Euro davon gibt es als Zuschuss. Die Endabrechnung steht noch aus. Für die Planung und Bauleitung ist das Büro SP PLUS zuständig, das gemeinsam mit Dirk Siebert vom Bauamt der Gemeinde Weimar die Baumaßnahmen betreute.

Nebenbei wurde auch mit der Renovierung der alten Motorspritze der Feuerwehr, Baujahr 1942, begonnen. Sie sieht äußerlich schon fast wie neu aus, soll aber noch in Gang gebracht werden. Sie wird in dem neuen Lagerraum untergebracht, der auch zum Überwintern der Bänke aus der Gemarkung genutzt werden soll.

Außerdem soll noch der Platz vor dem Spritzenhaus hergerichtet werden, wo Platten erneuert und neu verlegt werden müssen. Bürgermeister Eidam kündigte an, dass es im Herbst eine richtige Einweihungsfeier geben soll. Noch im Winter will man einen Glühweinabend am Spritzenhaus veranstalten.

von Manfred Schubert

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