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Ein Spielplatz pro Ort soll reichen

Ebsdorfergrund Ein Spielplatz pro Ort soll reichen

Dem allgemeinen Trend folgend geht auch in der Gemeinde Ebsdorfergrund die Zahl der Kinder zurück. Der Gemeindevorstand hat daher beschlossen, dass künftig ein Spielplatz pro Ortsteil reicht.

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Der Spielplatz „Auf der Heide“ in Hachborn ist bald Geschichte. Das Gelände wird verkauft, der Gemeindevorstand sieht keinen Bedarf mehr für diesen Spielplatz.Foto: Martina Becker

Hachborn. Im „Grund“ gingen in den vergangenen fünfzehn Jahren die Geburtenzahlen deutlich zurück. „127 Geburten hatten wir im Jahr 1997, 2013 waren es nur noch 60 Kinder“, rechnete Bürgermeister Andreas Schulz bei einem Ortstermin in Hachborn vor.

Im Rahmen ihrer Aufgabenkritik müsse die Gemeinde reagieren und die Angebote und Strukturen anpassen, so der Bürgermeister. Er gab zudem zu bedenken, dass Spielplätze in den Neubaugebieten der 70er und 80er Jahre heute nicht immer angenommen würden.

Weiterhin einen besonders spielwerten und attraktiven Kinderspielplatz vorzuhalten, sei das Ziel der Gemeinde. Dreizehn Spielplätze für dreizehn Dörfer hält der Gemeindevorstand für ausreichend. In Hachborn kommt dies nun zum Tragen.

Das Grundstück des Spielplatzes „Auf der Heide“ soll als Bauplatz verkauft und die Hälfte des Verkaufserlöses in die weitere Aufwertung des Spielplatzes an der Grundschule investiert werden. Dieser wurde zu Zeiten der Dorferneuerung unter Mithilfe der Dorfgemeinschaft gestaltet. Er ist das Ergebnis der Zusammenlegung von zwei Spielplätzen, vor und hinter der Grundschule.

Das zu verkaufende Grundstück „Auf der Heide“ hat die Größe von 433 Quadratmetern. Einen Interessenten gebe es bereits, so der Bürgermeister. Der Gemeindevorstand hofft im ersten Quartal 2014 den Grundstückskaufvertrag abschließen zu können, um danach das Gelände an der Grundschule für die Kinder weiter aufzuwerten.

An Unterhaltung kosten die Spielplätze die Gemeinde jedes Jahr mehr als 30000 Euro, so Schulz. Überdies werden unterschiedlich hohe Summen für größere Neuanschaffungen oder Ersatz von Spielgeräten ausgegeben.

„Unsere Spielplätze sind ein Aushängeschild für die Gemeinde“, sagte Schulz. Für weniger Kinder werde heute sogar mehr Geld ausgegeben als früher.

Neben den Spielplätzen hat die Gemeinde noch zehn Bolzplätze für Kinder und Jugendliche. Überprüft werden die Anlagen durch einen externen Sachverständigen einmal im Jahr. Bemängelte Spielgeräte gehen dann in die Reparatur oder werden ausgetauscht. Einmal in der Woche kontrolliert eine dafür ausgebildete Fachkraft des Servicehofes die derzeit 15 Spielplätze. Neben der Sicherheit lege man dabei auch auf die Sauberkeit großen Wert, so Schulz.

Von Martina Becker

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