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Südkreis Ein Platz für die Ruhesuchenden
Landkreis Südkreis Ein Platz für die Ruhesuchenden
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18:26 01.04.2015
Aussagekräftiges Symbol für den Karfreitag: Pfarrer Dirk Wilbert (links) und Kirchenvorsteher Wilfried Becker halten zwei der vielen kleinen Holzkreuze, vorbereitet für die Besucher im „Raum der Stille“. Im Hintergrund an der Wand: Ein Gemälde von Johann Ammenhäuser – darauf zu sehen: Jesus, der vor seiner Hinrichtung im Garten Gethsemane betet. Quelle: Nadine Weigel
Allna

Die Kirche ist klein und alt. Sie hat schon manches gesehen und gehört. Erbaut 1782 bietet das Fachwerkkirchlein von Allna bis zu 100 Menschen Platz - sonntags ab 10 Uhr im Gottesdienst und auch am bevorstehenden Karfreitag nach dem Buß- und Bittgottesdienst. Dann wird die Kirche zum „Raum der Stille“.

Es ist ein Angebot, das der Kirchenvorstand um Pfarrer Dirk Wilbert den Menschen im Allnatal und allen anderen, die kommen wollen, nunmehr im fünften Jahr unterbreitet. Und es ist ein Programm, das zu dem christlichen Feiertag passt. Gemäß der biblischen Geschichte ist er dem Gedenken an Leid und Kreuzestod Jesu Christi gewidmet - und somit ist der Karfreitag für die Gläubigen ein Tag der Stille, des Gebets und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und Sterben. „Trotzdem muss man dann hier nicht mit traurigem Gesicht sitzen“, sagt Pfarrer Wilbert, „man kann ja auch seine Freude und Dankbarkeit vor Gott bringen, seine Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche.“

Der „Raum der Stille“ soll am Freitag für Gebete und Meditation da sein, um „Sorgen und Ängste, Zweifel und Kummer, Schuld und Sünde“ zu formulieren, erklärt der Pfarrer. „Die Christen sind der guten Hoffnung, dass sie im Gebet Ermutigung und Stärkung für ihr Leben finden.“ Aber nicht nur Christen dürfen kommen, sondern jeder, der Ruhe finden will an diesem Feiertag. „An Karfreitag geht es auch darum, sich im Respekt vor der eigenen und fremden Religion und Konfession zu üben - daran denkend, dass der Tod Jesu eine Erlösung für uns bedeutet“, sagt Dirk Wilbert und berichtet, dass in den vergangenen Jahren auch viele Ausflügler, die auf Radtouren und Wanderungen in Allna vorbeikamen, eine Zeit der Ruhe in der Kirche genossen haben.

Die Stille in der Fachwerkkirche wird dabei zu jeder vollen Stunde unterbrochen für kurze Lesungen von den Kirchenvorstandsmitgliedern Andreas Schrimpf, Helena Hein, Wilfried Becker und Rainer Ax und für Orgelmusik von Bezirkskantorin Christiane Kessler sowie Organist Helmut Lengemann.

Für den „Raum der Stille“ hat Kirchenvorsteher Wilfried Becker ein Körbchen vorbereitet, in dem kleine selbstgebastelte Holzkreuze liegen. Sie dienen an diesem Tag als Symbol für das höchste Fest der Christen. „Man kann sich ein Kreuz mitnehmen als Erinnerung oder eines auf dem Altar ablegen“, sagt Wilbert, der im Gottesdienst am Karfreitag in der Fachwerkkirche ab 10 Uhr über den Kreuzestod Christi spricht. „Wir wissen ja, dass Jesus den Tod überwunden hat und auferstanden ist - aber dieser Teil kommt erst am Ostersonntag, die Themen Leid und Schmerz müssen wir auch aushalten.“

Inspirieren lassen können sich die stillesuchenden Kirchenbesucher von einem großformatigen Gemälde, das neben der Kanzel in der Kirche hängt. Darauf zu sehen ist der betende Jesus im Garten Gethsemane, kurz vor seiner Verhaftung und Hinrichtung am Kreuz. Schätzungsweise in den 1930er Jahren hat Johann Ammenhäuser, ein bereits verstorbener Künstler aus Allna, es gemalt.

Das Bild hebt sich allein schon durch besonders leuchtende Farben im Hintergrund ab von anderen Christus-Gemälden und Heiligenbildern. Das Gesicht des betenden Jesus ist von Angst gezeichnet, aber auch von Vertrauen: „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe“, steht in dicken schwarzen Lettern am oberen Bildrand.

Der Termin: Der „Raum der Stille“ in der Fachwerkkirche Allna direkt an der Ortsdurchfahrt ist geöffnet am Karfreitag, 3. April, von 11 bis 15 Uhr. Stündlich gibt es Lesungen und Orgelmusik. Zuvor beginnt um 10 Uhr ein Buß- und Bittgottesdienst.

von Carina Becker

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