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Ein „Musikgarten“ für Ebsdorfs Mitte

Zukunftsprojekt Ein „Musikgarten“ für Ebsdorfs Mitte

Ein musikalisch geprägter Ort, der Einheimische wie Touristen gleichermaßen anzieht, soll entstehen und dem Ort Ebsdorf einen deutlichen Schub zu geben.

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Wasserspiele, Biergarten, Musikevents könnten hier das Bild in wenigen Jahren prägen. Bürgermeister Andreas Schulz will für das Areal neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen.

Quelle: Martina Becker

Ebsdorf. Die Bortshäuser Straße in Ebsdorf ist belebt. Hier reihen sich nahezu zehn Geschäfte aneinander. „Was fehlt, ist eine Gaststätte, ein zentraler Treffpunkt“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz. Er hat sich für Ebsdorf etwas Besonderes ausgedacht. Die in „die Jahre gekommene Außenanlage des Bürgerhauses soll ein neues Aussehen bekommen. Dafür möchte der Bürgermeister im zeitigen Frühjahr einen Meinungs- und Willensbildungsprozess mit den Ebsdorfern anschieben.

„Als Aufhänger für die Idee habe ich die über die Gemeindegrenzen bekannten Ebsdorfer Chöre im Auge“, sagte Schulz. Er kann sich vorstellen, einen Musikpavillon für Auftritte jedweder Art, vom Chorkonzert bis zum Open-Air-Kino, in der Nähe des heutigen Informationspavillons zu errichten. Der Bereich zwischen Bühne und Bürgerhaus soll als „Musikgarten“, sprich musikalisch geprägter Biergarten. genutzt werden, sozusagen als Ersatz für die in der Nachbarschaft geschlossene Gartenwirtschaft und zur Aufwertung der Kegelbahngastwirtschaft. Zu diesen Plänen gehört auch die Nutzung der Zwester-Ohm-Böschung. Dafür ins Auge gefasst hat der Bürgermeister die Fläche zwischen der Fußgängerbrücke „Am Steinbrunnen“ und der Autobrücke über die Zwester Ohm. Er soll mit Terrassen sowie Wasser- und Lichtspielen einer erweiterten Nutzung zugeführt werden.

Dass das Land in diesem Zusammenhang die L 3048 auf Vordermann bringt, ist in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Ziel. „Ebsdorf könnte rund 25 Jahre nach der gelungenen Dorferneuerung einen Schub bekommen“, sagt der Bürgermeister. Er habe dabei Ebsdorf auch als Magneten für den sanften Tourismus im Blick, wegen seiner „hervorragenden“ Radwegeanbindung. Finanzieren will der Verwaltungschef das Projekt zur Hälfte über Europamittel, die ab 2016 bereitstünden, mit „Muskelkraft“, sprich Eigenleistung der Bevölkerung und Eigenmitteln der Gemeinde. In Ebsdorf hat sich in der vergangenen Zeit bereits einiges getan. „Von vielen unbemerkt investierte die Gemeinde Ebsdorfergrund in jüngster Vergangenheit 131000 Euro in die Modernisierung des Bürgerhauses Ebsdorf“, berichtete Schulz.

Alle Fenster und Türen wurden ausgetauscht, es erfolgte eine Umstellung auf energiesparende LED-Technik, ein Notausgang wurde geschaffen, eine neue Trennwand zwischen kleinem und großem Saal eingebaut sowie neue Vertikal-Jalousien angeschafft. „Viel Geld haben wir auch für die Sanierung der Kegelbahn ausgegeben“, sagte Schulz. In diesem und im nächsten Jahr soll das Bürgerhaus in Eigenleistung der Dorfgemeinschaft neu gestrichen werden. Damit das Farbkonzept zur künftigen Nutzung des Außen-areals passt, werde die Gemeinde jetzt mit den Bürgern diskutieren und planen.

von Martina Becker

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