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Südkreis Ein „Lichtzeichen” aus dem Rathaus
Landkreis Südkreis Ein „Lichtzeichen” aus dem Rathaus
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20:26 25.07.2010
Dieter Dönges, Dr. Heike Rupp und Bürgermeister Volker Muth (von links) zeigen die Sammelbox für alte Energiesparlampen, die nun als Service für Bürger im Rathaus aufgestellt ist. Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. Je mehr die langlebigen Energiesparlampen im Haus eingesetzt werden, desto seltener kommt es im Alltag vor, dass eine Lampe ausgetauscht werden muss. Aber es kommt vor. Und dann steht man unweigerlich vor der Frage „Wohin mit der alten Energiesparlampe?“. Und flugs verschwindet sie in der grauen Tonne. Doch ausgediente Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. „Nach dem Gesetz gelten sie als Elektronik-Altgeräte und müssen daher separat gesammelt und entsorgt werden“, sagt Dieter Dönges, von der Vertriebsabteilung der Firma Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH mit Sitz in München.

Dönges sagt diesen Satz nicht am Telefon, sondern im Bürgermeisterbüro der Gemeindeverwaltung Weimar in Niederweimar. Er sagt das dort, weil die Gemeinde Weimar die erste Gemeinde des Landkreises ist, die ihren Bürgern eine leichte und dazu umweltgerechte Möglichkeit bietet, ihre alten Energiesparlampen „loszuwerden“. Sie müssen sie einfach nur ins Rathaus bringen und in die markierte Sammelbox für Energiesparlampen werfen. Und das war’s. „Keine Kosten, minimaler Aufwand und ein gutes Gefühl, das richtige in Sachen Umweltschutz getan zu haben“, fasst Weimars Bürgermeister Volker Muth zusammen.

Energiesparlampen wie übrigens auch Leuchtstoffröhren enthalten wertvolle Bestandteile wie Glas und Metall, die sich über spezielle Verfahren zur Wiederbenutzung zurückgewinnen lassen. Und was viele vielleicht gar nicht wissen: auch Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber. Für den Nutzer der Lampe sind die Mengen völlig unbedenklich, aber wenn Millionen von Lampen falsch entsorgt werden, wächst auch stetig die Quecksilberbelastung im Hausmüll. Lightcycle Retourlogistik hat es sich seit 2005 als nicht gewinnorientiertes Unternehmen zur Aufgabe gemacht, ein flächendeckendes Rücknahmesystem zu entwickeln. Unter dem Motto „Lichtzeichen setzen“ läuft derzeit eine Kampagne.

von Götz Schaub

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