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Südkreis Ein Haus wie gemacht für ältere Menschen
Landkreis Südkreis Ein Haus wie gemacht für ältere Menschen
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19:05 09.12.2013
Barrierefrei und attraktiv soll das Bürgerhaus Wittelsberg Begegnungsstätte für ältere Mitbürger werden. Quelle: Andreas Schmidt
Wittelsberg

„Im Jahr 2030 wird jeder zweite Mensch älter als 60 Jahre sein“, rechnet das Gemeindeoberhaupt vor. Da liege es auf der Hand, bereits jetzt für diese Bevölkerungsgruppe aktiv zu werden und ein attraktives Angebot zu schaffen. Denn Schulz weiß: „Unsere älteren Mitbürger sind eine riesige Ressource der Gemeinde, die schon gut, aber noch nicht optimal genutzt wird.“ Und das solle sich mit dem neuen Projekt, das bereits in den Startlöchern steht, ändern.

Unterstützung hat sich die Gemeinde beim Planungsbüro „KomPakt“ in Gießen geholt. Patricia Ortmann, Inhaberin des Büros, erläutert, wie das Moderationsprojekt „Älter werden im Dorf“ angegangen wird: „Zunächst wollen wir die Bedarfe der Bürger ermitteln.“ Denn wichtig sei, dass man die Bewohner mitnehmen und einbinden wolle, um nicht an ihnen vorbei zu planen. Daher wird derzeit ein Fragebogen entwickelt, der „bis Weihnachten stehen soll“, so Schulz. Dieser wird dann verteilt und auch online gestellt. „Darin sollen etwa die Wünsche der Bürger abgefragt werden, es wird das bestehende Angebot abgefragt - und zwar alles ohne Schere im Kopf“, sagt die Planerin.

„Bis zum 13. Januar wollen wir die Ergebnisse vorliegen haben, am 20. Und 25. Januar soll dann in Workshops darüber diskutiert werden“, erläutert der Bürgermeister.

Wichtig sei, wirklich alle Einwohner mitzunehmen, betont er. „Alles steht und fällt mit der Mitarbeit der Menschen im Ebsdorfer Grund“, verdeutlicht Schulz. Derzeit seien etwa 1500 ältere Menschen in rund 20 Gruppen und Organisationen aktiv. „In der Gruppe bis 55 Jahre, die wir gezielt mit einbeziehen, sind es noch wesentlich mehr.“

Projekt soll 1,15Millionen Euro kosten

Das Bürgerhaus in Wittelsberg sei der ideale Ort für „das Leuchtturmprojekt für die nächsten Jahre“, wie Schulz sagt. So sei es bereits barrierefrei, verfüge über eine große, moderne Küche. Zudem werde das Umfeld schon separat umgestaltet. Auch die entsprechenden Mittel aus verschiedenen Fördertöpfen hat der Bürgermeister bereits eingeworben - insgesamt sind für das Gesamtprojekt 1,15 Millionen Euro veranschlagt.

„Und wir reden hier nicht von Zukunftsmusik: Wir wollen das in den Jahren 2014 und 2015 realisieren.“ Mit dem Geld seien die Rahmenbedingungen geschaffen. „Jetzt haben wir nur noch das Luxusproblem, dass die Menschen uns sagen, was sie wollen.“ Wie genau etwa das Bürgerhaus umgebaut wird, ist noch völlig offen. „Denkbar wäre beispielsweise auch ein Wintergarten-Anbau, um das Haus auch optisch nach außen zu öffnen“, sagt Schulz.

Doch auch das Mobiliar sei nicht optimal. „So haben die Stühle beispielsweise keine Lehnen - so können ältere Menschen schwer aufstehen“, weiß der Bürgermeister, der betont, dass das Projekt für den gesamten Grund da sei und man auch mit Seniorenbussen dafür sorgen wolle, dass die Menschen das Zentrum erreichen könnten.

Anregungen will sich die Projektgruppe rund um Patricia Ortmann auch aus anderen Städten und Gemeinden holen. „Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden.“ Je nachdem, was sich die Menschen wünschten, könne man sich beispielsweise in Alsfeld oder Hanau informieren, Städte, „die in der Seniorenarbeit gut aufgestellt“ seien.

Selbstverständlich sollen auch die bestehenden Angebote in das Projekt eingebunden werden - und sie können auch miteinander verknüpft werden. „Wenn zu einem Angebot in einem Ort nur drei Leute gehen und dasselbe Angebot woanders auch schlecht besucht ist, könnte man diese etwa zusammenlegen“, meint Ortmann - alles sei möglich.

von Andreas Schmidt

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