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Ein Begleiter auf den Wegen des Lebens

neuer Pfarrer Ein Begleiter auf den Wegen des Lebens

Ein halbes Jahr mussten die Oberweimarer auf den Nachfolger für Burkhard zur Nieden warten, der Dekan des Kirchenkreises Marburg-Stadt geworden war. Als der neue Pfarrer da war, wurde er sogleich in das neue Theaterstück „eingebaut“.

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Der neue Pfarrer Dirk Wilbert steht vor einem der „Schmuckstücke“ in seiner Kirchengemeinde, der prachtvollen Oberweimarer Kirche.

Quelle: Michael Agricola

Oberweimar. „Es gab einen sehr herzlichen Empfang und gleich an meinem ersten Arbeitstag hatte ich zwei Traugespräche. Es war also so, wie man es sich als Pfarrer nur erträumen kann“, erzählt Dirk Wilbert sichtlich entspannt.

Der 45-Jährige ist vor einem Monat im Oberweimarer Pfarrhaus eingezogen und betreut seither die Kirchengemeinde Oberweimar, zu der neben den Weimarer Ortsteilen Oberweimar, Weiershausen, Allna und Kehna auch die Marburger Stadtteile Haddamshausen und Hermershausen gehören.

Schon wenige Tage nach seinem Amtsantritt stand in Oberweimar die Premiere der „Reformationsrevue“ der Theatergruppe Spielwerk „elf-fünf-neun“ auf dem Programm, und Dirk Wilbert spielte in zwei Nebenrollen mit – zum einen „natürlich“ als Pfarrer und in der zweiten Rolle als Reformationsgegner Johannes Ferber.

Und so stand Dirk Wilbert unversehens nicht nur zum ersten Mal seit der Schulzeit wieder auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, sondern sofort mit beiden Beinen mitten in seiner neuen Gemeinde: „Ich habe über die Proben gleich viele Menschen kennengelernt.“

Das, was er an Engagement in seiner neuen Gemeinde vorgefunden hat, hat den neuen Pfarrer tief beeindruckt. Es sei ein riesiger „Schatz“ vorhanden. Sei es die Qualität des Posaunenchors, der engagierte Kirchenvorstand oder die Arbeit der neugegründeten Theatergruppe, die schon das Dorfjubiläum vergangenes Jahr begleitet hat – der begeisterte Schwimmer und Nordic Walker sieht sich bestens aufgehoben. „Ich klinke mich ein in ein vorhandenes Netzwerk“, „übernehme ein Feld, das mein Vorgänger gut bestellt hat“, lobt Wilbert. „Hut ab vor einer Gemeinde, die so etwas auf die Beine stellt.“

So wie in diesem Fall will sich der Pfarrer auch weiter unbefangen auf die Gemeinde einlassen. „Ich bin nicht mit einem Rucksack voller Konzepte nach Oberweimar gekommen“, sagt Wilbert auf die Frage nach dem, was er sich an der neuen Wirkungsstätte vorgenommen hat. „Es geht mir darum, ein Begleiter der Menschen zu sein“, betont er – von freudigen Ereignissen wie Hochzeit oder Geburt über die Konfirmandenzeit, in der er den jungen Menschen Orientierung geben will, bis zum Abschied an der „Grenze des Lebens“.

von Michael Agricola

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