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Edeka zeigt Interesse an Heskem

Einzelhandel Edeka zeigt Interesse an Heskem

Nachdem Rossmann und Penny sich nicht in Dreihausen niederlassen wollen, ergibt sich eine neue Option für die Gemeinde: Laut Bürgermeister spielen Edeka und Sparkasse mit dem Gedanken, sich in Heskem anzusiedeln.

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„Im Weigandsgarten“ in Heskem: Hier möchte Edeka laut Bürgermeister Schulz eine Filiale eröffnen.

Quelle: Panorama-Fotomontage: Thorsten Richter

Dreihausen. Im Juni hatte Ebsdorfergrunds Bürgermeister­ ­Andreas Schulz im Heskem-Möllner Ortsbeirat noch frustriert vom Aus des Kaufparks Dreihausen berichtet. Die ­Drogeriekette Rossmann und der Lebensmittel-Discounter Penny­ hatten praktisch im letzten ­Moment ihre Ansiedlung beim Rewe-Markt verworfen.

Schon im Ortsbeirat hatte­ Schulz jedoch von einer Alternative gesprochen: Der Lebensmittelhändler Edeka spiele mit dem Gedanken, in der Gemeinde eine Filiale zu eröffnen und schaue sich verschiedene Standorte an. In die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend brachte der Bürgermeister Neuigkeiten in der Sache mit und legte zugleich einen Antrag vor.

Bürgermeister will Nägel mit Köpfen machen

So hat sich Edeka laut Schulz gegen die Standorte Hachborn und Dreihausen und für ein Gelände in Heskem entschieden. Auch andere Standorte kämen für das Unternehmen nicht in Frage. Edeka habe die Heskemer Gemarkung „Im Weigandsgarten“ am Nordrand des Dorfes unmittelbar neben dem Kreisel auserkoren. Geplant sei ein Angebot für Backwaren mit Café, Getränken und Lebensmitteln auf einer Verkaufsfläche von rund 1800 Quadratmetern, so der Bürgermeister.

Der Eigner der Fläche „Im Weigandsgarten“ hätte dem Verkauf bereits zugestimmt, so Schulz. Mit einem eigenen Antrag wollte der Bürgermeister sogleich Nägel mit Köpfen machen und die Fläche zu einem Sondergebiet für einen Lebensmittelhandel umwidmen. Das Parlament folgte dem Aufstellungsbeschluss einstimmig. Ob Edeka sich tatsächlich schon für einen Bau entschieden hat, ist noch nicht bekannt. Der ­zuständige Geschäftsführer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Sparkasse ist keine Entscheidung gefallen

Andreas Schulz erläuterte dem Parlament die Vorzüge, die seiner Meinung nach ein Edeka-Markt in Heskem haben würde. Das Einkaufspotenzial übersteige das aktuelle Angebot weit. Der Standort in Heskem liege zentral für den gesamten Ebsdorfer Grund und sei verkehrstechnisch ohne Belastung eines Ortes erreichbar.

Aber nicht nur Edeka könnte nach Heskem kommen, auch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf habe Interesse, sagte Schulz. Die Bank sei an die Gemeinde herangetreten und ­habe um die Entwicklung einer Fläche gebeten, damit sie dort eine erweiterte Filiale eröffnen kann.

Dass die Sparkasse nach Heskem kommt, ist aber auch nicht sicher. Der Vorstandsvorsitzende Andreas Bartsch sagte dazu auf OP-Nachfrage: „Im Rahmen der Neuausrichtung unseres Geschäftsstellennetzes beschäftigen wir uns mit verschiedenen Standorten.“ Entscheidungen seien diesbezüglich aber noch nicht gefallen.     

Im Rahmen der jüngsten Gemeindevertreterversammlung haben der Parlamentsvorsitzende Wilfried Eucker ( Mitte, Foto: Heitz) und die Erste Beigeordnete Elisabeth Newton Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz dazu gratuliert, dass er seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst arbeitet, und ihm dafür eine Urkunde überreicht. Seit er 1992 das Amt als Bürgermeister in der Gemeinde antrat, habe er an insgesamt 1 086 Sitzungen teilgenommen, davon 546 Mal im Gemeindevorstand und 155 Mal im Parlament, sagte Eucker. „Er hat nicht ein einziges Mal gefehlt.“.

Für den Bürgermeister ist aber nach eigenem Bekunden noch lange nicht Schluss. Mindestens zehn Jahre wolle er noch weitermachen. „Wer sich zur nächsten Bürgermeisterwahl als Kandidat aufstellen lassen will, weiß also schon, mit wem er es zu tun bekommt“, sagte Andreas Schulz.

von Dominic Heitz

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