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Südkreis Dreihausens Ortskern wird sicherer
Landkreis Südkreis Dreihausens Ortskern wird sicherer
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06:16 13.04.2012
Bürgermeister Andreas Schulz und Ortsvorsteher Lothar Heidt betrachten den neuen Brunnenplatz vor dem Vereinspavillon. Auf der Rasenfläche im Hintergrund sollen Parkplätze und eine Elektrotankstelle entstehen. Quelle: Patricia Kutsch
Dreihausen

Dreihausens Ortsmitte ist in den vergangenen Jahren mit der erweiterten Gemeindeverwaltung und dem neuen Bürgerzentrum aufgewertet worden. Jetzt möchte Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz die rund hundert Meter lange Strecke zwischen diesen beiden Gebäuden neu gestalten. „Hier fehlt nur noch der Feinschliff“, sagte Schulz.

Damit hat die Gemeinde bereits begonnen: Der kleine Platz beim Vereinspavillon wurde von den Mitarbeitern des Bauhofs mit Kies, Pflanzen und einem beleuchteten Brunnen bestückt. Rund 2.500 Euro hat die Gemeinde hier laut Schulz investiert.

Das unbebaute Grundstück, das an die Straße und den Vereinspavillon angrenzt, hat die Gemeinde nun gekauft, wie der Rathauschef erklärte. Die Rasenfläche soll zu einem Parkplatz umgestaltet werden. Zusätzlich soll dort eine kostenfreie Elektrotankstelle für Autos und Fahrräder entstehen. „Deswegen hatte die Gemeinde in den vergangenen Jahren schon viel Wert darauf gelegt, dass dieses Grundstück frei bleibt.“

Auf einem weiteren Grundstück gegenüber der Gemeindeverwaltung investieren Gemeinde und Raiffeisenbank Ebsdorfergrund gemeinsam: Dort entstehen 14 neue Parkplätze - für die Mitarbeiter des Kindergartens, der Verwaltung und der Bank. Außerdem entsteht dort ein neuer Zugang zum Dreihäuser Kindergarten. Der Bus, der die Kleinen bringt und abholt, muss laut Schulz dann nicht mehr in die Sackgasse vor der Kirche fahren, um die Kinder ein- und aussteigen zu lassen, sondern kann den neuen Parkplatz nutzen. Zudem müssen durch den zusätzlichen Parkraum keine Autos mehr auf der Straße halten.

Wenn derzeit schon in die Ortsmitte investiert wird, will die Gemeinde ein altes Sicherheitsproblem angehen: Der Gehweg gegenüber der Verwaltung hört vor dem neuen Parkgrundstück auf und endet vor der Mauer eines Privatgrundstücks, bevor der Gehweg an der nächsten Straßenkreuzung wieder beginnt.

„Hier wechselt niemand die Straßenseite, um einige Meter weiter wieder zurückzuwechseln“, erklärte der Bürgermeister. Vielmehr legen die Fußgänger das kurze Stück auf der Straße zurück, was an der engen Kreuzung gefährlich sei.

Gemeinde entschärft brenzlige Situation

Weil die Straße nicht schmaler gemacht werden kann, musste die Gemeinde bisher auf einen Gehweg verzichten. Der neue Eigentümer des Privatgrundstücks verzichtet nun aber auf einen Teil seines Gartens. Auf eigene Kosten baut die Gemeinde in den nächsten Monaten die Mauer zurück und bekommt so Platz für einen Gehweg. „Wir entschärfen eine seit Jahren brenzlige Situation und machen gleichzeitig den Ortskern schöner“, sagte Schulz über die Investitionen.

Ortsvorsteher Lothar Heidt bezeichnete die moderne Gestaltung des Ortsbildes als außergewöhnlich: „Das kann sich kaum noch eine Kommune leisten und es ist eine enorme Aufwertung für das Dorf.“

von Patricia Kutsch