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Südkreis Drei Jahre Wohngemeinschaft Rettungsarche
Landkreis Südkreis Drei Jahre Wohngemeinschaft Rettungsarche
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18:44 29.09.2009
Schaschlik, Borschtsch und viele weitere russische Spezialitäten hatte die Wohngruppe Rettungsarche anlässlich ihres Festes zubereitet. Das Foto zeigt Anatoli Baranowski, Waldemar Bechler (Leiter der Wohngemeinschaft), Juri Hardt, Lina Vogel. Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Die Mitglieder der Dreihäuser Gruppe stellten am Samstag mit einem kleinen Gartenfest ihre Einrichtung sowie ihren frisch gegründeten Zweckbetrieb der Öffentlichkeit vor. Über die Gründung dieses Betriebes, der unterschiedlichste Dienstleistungen anbietet, soll die Zukunft der Bewohner planbarer werden, erzählte Lina Vogel, Leiterin des eingetragenen Vereins Rettungsarche.

Die gelernte Versicherungskauffrau bemüht sich schon seit Jahren ehrenamtlich, suchtkranken Migranten den Start ins „normale“ Leben zu ermöglichen.

„Wir haben die Häuser in Hachborn und Dreihausen angemietet und finanzieren uns über Spenden und Eigenbeiträge“, so die Leiterin.Dabei ist ein wichtiges Standbein der Therapie, dass auf den Höfen nicht nur zusammen gelebt, sondern auch gearbeitet wird. Tierhaltung und Gartenarbeit gehören hier zur alltäglichen Daseinsvorsorge. Insgesamt 60 männliche Migranten haben bislang diesen Weg gewählt, der auch Alkohol und Zigaretten untersagt. Sie wollen so zurück in die Gesellschaft finden.

„Es klappt nicht in jedem Fall. 15 Männer sind mittlerweile wieder zurück in ihren Familien“, erzählte Vogel. Bislang war ein Aufenthalt von neun Monaten in den Einrichtungen möglich. Das sei aber oftmals zu wenig, um richtig Fuß fassen zu können, so Vogel. Damit diese Zeit verlängert werden kann und um finanziell festeren Stand zu bekommen, wurde auf Anraten vom Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern im Juni ein Zweckbetrieb gegründet. Jetzt werden im Großraum Marburg und Gießen zehn verschiedene Dienstleistungen angeboten, von Raumausstattung über Gebäudereinigung bis Gartenarbeit.

„Wir haben unter unseren Bewohnern einige Facharbeiter, und handwerklich geschickt sind alle“, meinte Vogel. „Es wäre sehr schön, wenn der Landkreis beziehungsweise das Kreis-Job-Center auch die Initiative unterstützen würden“, sagte Link. Gefeiert wurde am Samstag rund um das Anwesen am Brückeberg.

An die 300 Gäste aus der Gemeinde waren der Einladung gefolgt und wurden mit russischen Spezialitäten bewirtet. „Wir sind in beiden Orten sehr herzlich aufgenommen worden“, erzählte Vogel. Auch durch ehrenamtliches Engagement bei gemeindlichen Veranstaltungen hat sich die Wohngruppe schon in die Dorfgemeinschaft eingebracht. Lob für die Einrichtung habe es vom Ersten Beigeordneten der Gemeinde, Willi Brandenstein, sowie weiteren Gastrednern gegeben, erzählte die Leiterin. Wer sich für die Einrichtungen interessiert kann unter Telefon 0 64 24 / 92 98 63 mehr Informationen erhalten.

von Martina Becker

Vor allem Waren aus Weimar waren beim siebten Bauern- und Erntedankmarkt erhältlich. Mehrere hundert Menschen statteten der Veranstaltung am Samstag trotz der Vielzahl an Veranstaltungen in der Region einen Besuch ab.

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