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Südkreis Die toten Krähen von Stedebach
Landkreis Südkreis Die toten Krähen von Stedebach
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20:07 09.07.2010
Diese junge Rabenkrähe war nach Ansicht von Vogelschützer Axel Hirschfeld erst vor wenigen Tagen aus dem Nest ausgeflogen. Quelle: Michael Agricola

Stedebach. Der Maisacker der Stedebacher Biobauernfamilie Gabriel gegenüber dem Stedebacher Friedhof ist in diesem Jahr ganz offensichtlich nur sehr lückenhaft mit Maispflänzchen besetzt. „Wir mussten eine komplette zweite Aussaat machen, weil uns die Krähen alles weggefressen haben“, sagt Thea Gabriel. „Wir haben Pulver gestreut und Vogelscheuchen aufgestellt, aber das hat alles nichts genutzt. Und irgendwie muss man sich ja wehren.“

„Wir sind keine Vogelmörder. Und wir sind in der Sache auch nicht alle einer Meinung“, so die Stedebacherin. „Das Vorgehen sei nicht sehr schön, „aber ich persönlich finde es jetzt auch wiederum nicht so dramatisch“, sagt die Bäuerin.

Einige Spaziergänger sehen das ganz anders. Bereits am 30. Juni wurde in der Sache die Polizei alarmiert. Die ermittelte und fand heraus, dass es eine Abschussgenehmigung für zehn Rabenkrähen gibt, der Abschuss also legal gewesen sei. Auch sonst habe sich für die Polizei kein Hinweis auf strafbares Handeln ergeben, so Polizeisprecher Martin Ahlich.

Doch auch Tage später hingen die toten Tiere noch, sodass eine weitere Spaziergängerin empört das „Komitee gegen Vogelmord“ in Bonn einschaltete. Deren Sprecher Axel Hirschfeld hat sich die Fotos von den toten Tieren angesehen. Eine bedrohte Art sei nicht dabei, stellt er fest. Dennoch frage er sich, warum in der Brutzeit der Tiere überhaupt eine Abschussgenehmigung erteilt wurde. Das Jagen in dieser Zeit störe schließlich nicht nur die Krähen, sondern auch viele andere Tierarten.

von Michael Agricola

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 10.07.2010.

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