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Südkreis Die Kartoffelernte, wie sie früher war
Landkreis Südkreis Die Kartoffelernte, wie sie früher war
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18:45 31.08.2015
Der Vorsitzende des Historisch-landwirtschaftlichen Vereins Niederwalgern, Marius Becker, führte sein Pferd über einen Acker und zeigte, wie früher mit nur einer Pferdestärke gepflügt wurde. Quelle: Patricia Kutsch
Niederwalgern

Bestes Erntewetter hatte der „Wäljer“ Verein bei seinem Kartoffelfest. Bei Sonnenschein kamen zahlreiche Besucher zum Acker von Landwirt Hans-Georg Döhne und sahen den Mitgliedern des historisch landwirtschaftlichen Vereins bei der Kartoffelernte zu. Die zeigten, wie heute vollautomatisch geerntet wird. Viel interessanter waren aber die Vorführungen alter Landmaschinen und Techniken zur Kartoffelernte.

„Wir zeigen das Roden der Kartoffeln heute mit zwei Schleuderrodern, mit einem Vorratsroder und mit einer halbautomatischen Erntetechnik“, erklärt Hausherr und Vereinsmitglied Döhne. Die alten Maschinen aus der Nachkriegszeit gehören den Mitgliedern des Vereins. Die zeigten nicht nur Erntemaschinen in Aktion, sondern stellten am Rand des Ackers auch alte Traktoren aus. Viele Männer scharten sich um einen alten Lenz-Traktor und ließen sich zeigen, wie er angelassen wurde.

Vielfältiges kulinarisches Angebot

Die Kinder waren begeistert von dem Pferd des Vorsitzenden Marius Becker. Das legte sich ins Geschirr und pflügte einen Acker mit einer Pferdestärke um.

Auch beim kulinarischen Angebot drehte sich alles um den Erdapfel: Es gab Kartoffelschnaps, frisch gedämpfte Kartoffeln mit Quark oder Kartoffeln, die in Glut gegart wurden. Und wer Geschmack an den Knollen gefunden hatte, der konnte beim Fest natürlich auch Kartoffeln mit nach Hause nehmen. Drei Sorten echter „Wäljer“ Kartoffeln stellten die Landwirte zum Verkauf bereit. Zum Abschluss des ersten Niederwalgerner Kartoffelfestes luden die Mitglieder des Vereins am Abend zum Dämmerschoppen mit Musik ein. Der Vorsitzende zeigte sich zufrieden mit dem Tag und der Besucherresozanz. „Wir haben sowas das erste Mal gemacht und es kam gut an“, sagte er. „Und die Mitglieder unseres kleinen Vereins haben sich sehr stark eingebracht.“

von Patricia Kutsch