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Südkreis Die Feuerwehr, der „selbstverständliche Kundendienst“
Landkreis Südkreis Die Feuerwehr, der „selbstverständliche Kundendienst“
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17:04 14.08.2012
Die Geehrten Heinz Münn (vorne von links), August Grün, Heinrich Stieler, Otto Nau und Stephan Schwarz. Elisabeth Newton (hinten von links), Helmut Vogler, Andreas Rink und Martin Rink gratulierten. Quelle: Patricia Kutsch
Rauischholzhhausen

Mit einem Kommers hat die Rauischholzhäuser Wehr ihren Verein gefeiert. Der Vorsitzende Andreas Rink gab einen Rückblick auf die Geschichte der Feuerwehr und ihres Vereins.

Die befreundeten Wehren aus der Gemeinde und einige Besucher aus Rauischholzhausen hörten, dass die Leistung immer im Vordergrund gestanden habe: Bereits 1958 erlangte die Einsatzabteilung eine Leistungsplakette, die ihr vom hessischen Ministerium überreicht wurde. „Noch heute sind wir immer bestrebt, den Ausbildungsstand noch zu verbessern“, betonte Rink. Das unterstütze auch der Feuerwehrverein - etwa indem er Fachliteratur und Zeitschriften für die Aktiven kaufe.

Rink fand auch kritische Worte: Die Gründung der Jugendfeuerwehr 1989 sei wichtig gewesen, aber schon fast zu spät. Derzeit habe die Jugendabteilung sieben Mitglieder. Der letzte Jugendliche sei 2005 in die Einsatzabteilung übernommen worden. Daher müsse die Wehr zunehmend auf Späteinsteiger bauen, die im Alter von 30 oder 40 Jahren noch die Arbeit der ehrenamtlichen Brandbekämpfer lernen wollen.

Eine Bambini-Feuerwehr gebe es vorläufig wegen zu geringer Rückmeldungen nicht. „Aber die Mitgliederzahl des Vereins geht erfreulicherweise nicht zurück“, sagte Rink. Passive Unterstützer könnten immer wieder geworben werden, so dass mehr als 100 Rauischholzhäuser hinter der Einsatzabteilung stehen.

„80 Jahre Feuerwehr bedeuten, dass seit 80 Jahren Menschen ihre Freizeit opfern und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen“, sagte Ortsvorsteher und Schirmherr Helmut Vogler. Es gäbe große Schäden und weniger Rettungen, wenn es keine örtliche Wehr mehr gäbe. „Sie schenken ihre Freizeit und Gesundheit, damit die Menschen in Sicherheit leben und sich darauf verlassen können, dass sie im Notfall Hilfe bekommen“, schloss sich die Erste Beigeordnetet der Gemeinde, Elisabeth Newton, an. „29220 Tage - diese Zeit waren die Rauischholzhäuser Feuerwehrleute in permanenter Rufbereitschaft“, verdeutlichte Kreisausschussmitglied Manfred Hoim.

„Und wenn ein Notfall eintritt, dann isst der Feuerwehrmann nicht erst sein Steak fertig, sondern schlüpft sofort in seine Uniform.“ Doch so mancher kritisiere, dass viel Geld in die Ausrüstung und Gebäude der Wehren investiert werde: „Die sollten mal in ihrem mit Wasser vollgelaufenen Keller alleine sitzen bleiben“, schimpfte Hoim.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer erzählte, dass das erste Schaumrohr im Gründungsjahr des Feuerwehrvereins patentiert wurde. Genauso wie es die Wehr noch heute gibt, ist auch das Schaumrohr heute noch auf den Einsatzwagen zu finden. Er bezeichnete die Wehr als zuverlässigsten Kundendienst, der auch mitten in der Nacht nach zehn Minuten und ohne Quittungsblock vor der Tür stehe. „Manchmal helfen die Kameraden zu still und ruhig, deswegen werden sie leider oft als selbstverständlich gesehen“, sagte Schäfer.

Ehrungen: Für mehr als 50 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein: Hans Faulstich und Heinz Münn; für mehr als 55 Jahre: Heinrich Hofmann, Stephan Schwarz, Christian Ebinger und Bruno Tögel; für mehr als 60 Jahre: Otto Nau und Heinrich Stieler; für mehr als 65 Jahre: August Grün

von Patricia Kutsch

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