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Die Berufe prägen Ortsbild bis heute

Geschichte Die Berufe prägen Ortsbild bis heute

Welche Berufe gab es einmal? Wie wandelten sie sich und womit verdient man sich heute sein täglich Brot? Diese Fragen beantwortete die jüngste Ausstellung in den Vereinsräumen auf dem Hof Weidemüller in Ebsdorf.

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Hans Georg Schnell (rechts) zeigt altes Handwerk: Der Maler fertigt Kratzputz.

Quelle: Martina Becker

Ebsdorf. Branntweinbrenner, Visierer (Entwurfzeichner), Waldläufer, Höker (Krämer) oder Tagelöhner – diese Berufe gibt es heute nicht mehr. Sie sind im Wandel der Zeiten verschwunden, prägten aber vor fast 200 Jahren das Erscheinungsbild von Ebsdorf.

Beschäftigt hatte sich mit diesem sehr ergiebigen Thema das Archivteam des Heimat- und Verschönerungsvereins Ebsdorf. „Handwerk, Landwirtschaft und die Vielzahl anderer Berufe“ – unter diesen Leitaspekten liefen die Recherchen und Sammelarbeiten, die der Öffentlichkeit jüngst in einer Ausstellung zugänglich gemacht wurden.

„Rund 1800 Stunden haben die acht Aktiven seit Februar an diesem Projekt gearbeitet“, erzählte der Vorsitzende Wolfgang Richardt. Als Vorlage hatte, wie schon bei früheren Ausstellungen der Nachlass des verstorbenen Ortsvorstehers Georg Lemmer gedient.

Mit der „Ebsdorfer Vielfalt“ ging die dritte Ausstellung des Vereins an den Start. 120 Berufe, eingeteilt in 16 Kategorien, wurden dokumentiert. Dass Ebsdorf sich auch heute noch in großer Vielfalt darstellt, zeigte die aktuelle Übersichtstafel. Fünfzig Unternehmer und Selbständige waren hier gelistet.

Einen Schwerpunkt legte die Ausstellung auf die Bereiche Landwirtschaft, Handwerk und Lebensmittel. Geändert haben sich nicht nur die Berufe, sondern zuweilen auch ihre Bezeichnungen. So wurde beispielsweise über die Jahrzehnte aus dem Ackermann der Bauer und dann der Landwirt.

von Martina Becker

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