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Der Weg vom Baum ins Weinglas

Apfelernte Der Weg vom Baum ins Weinglas

Der Apfel gehört zu den Lieblingsfrüchten der Deutschen. Der Herbst ist die Erntezeit für das vielseitige Obst, aus dem sich vom Saft bis hin zum Kuchen mancherlei machen lässt.

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Alfred Oehler aus Roth pflückt in seinem Garten Äpfel der Sorte Laxton superb. Der 69-Jährige kann zwischen mehr als 100 Apfelsorten unterscheiden.

Quelle: Tobias Hirsch

Roth. Es gibt mehr als 2.600 Apfelsorten. „Und alle paar Jahre kommen viele neue Züchtungen hinzu“, erklärt der Apfelfachmann Alfred Oehler aus Roth. Der 69-jährige ist Vorsitzender im Kreisverband Marburg für Obst- und Gartenbau. Oehler kann zwischen mindestens 100 Sorten mit ihren jeweiligen Merkmalen und besonderen Qualitäten unterscheiden.

Und das ist auch gut so, denn auf seinem Grundstück gibt es 58 verschiedene Arten von Äpfeln – vom Jonathan über den Gravensteiner bis hin zum Geheimrat von Oldenburg. Oehlers Liebling ist der Cox Orange. Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Helmut Dänner aus Argenstein, der im Obst- und Gartenbauverband die Fachwarte betreut und ausbildet, verarbeitet Oehler drei Zentner Äpfel.

Aus den frisch geernteten Früchten der Sorte Winter Rambur wird zunächst Maische, dann Saft, dann Rauscher – und in einigen Wochen ist der Apfelwein fertig. Nach Einschätzung der Fachleute fällt die Apfelernte nach dem Rekordjahr 2008 und einer eher schlechten Ernte im Vorjahr nunmehr recht durchschnittlich aus.

„Je fester ein Apfel ist, umso mehr Saft hat er“, erklärt Dänner und befüllt den Schnitzler mit Äpfeln. Die Maische, bestehend aus den nun stark zerkleinerten Äpfeln, fällt in die bereitstehende Wanne. Dänner packt die Apfelmasse in die Kelter. Das altmodische Gerät ist bereits über 100 Jahre alt. In den kommenden Tagen sollen noch 130 Liter Apfelwein und 50 Liter Apfelsaft für die Familien Oehler und Dänner entstehen. Dieser Vorrat reicht dann mindestens bis zur nächsten Ernte.

von Carina Becker

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