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Denken, absprechen, handeln und helfen

Team-Day Denken, absprechen, handeln und helfen

Einmal die Grenzen des machbaren erreichen und versuchen sie zu überschreiten - das ist Abenteuer pur. Schüler lernen bei einem Teamtraining, dass sie zusammen viel besser die Herausforderungen meistern können.

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Das Seil ist nur einen Meter hoch, doch wird es schwierig, wenn man es ohne zu berühren, aber mit stetigen Körperkontakt überspringen soll. Gemeinsam werden Lösungen ausprobiert.

Heskem. Bei einem von der Hessischen Sportjugend veranstalteten „Team-Day“ hatte die Klasse 8G1 die Gelegenheit, ihre Klassengemeinschaft zu intensivieren.

Ende des vergangenen Schuljahres war die Sportjugend schon einmal zu Gast in Heskem. Beim „Sports-Fun-Team-Day“, bei dem für alle siebten Klassen zahlreiche Spiele angeboten wurden, die Teamfähigkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl stärken sollen, gab es laut Auskunft der damaligen Schulsportleiterin Lydia Pohl einen Extra-Wettbewerb in der Sporthalle.

Und die beste Teamfähigkeit hätten bei einem Kletterwettbewerb eben die 20 Schülerinnen und Schüler bewiesen, die jetzt als Belohnung noch einen Bonus bekamen.

500 Euro habe die Sparkasse Marburg-Biedenkopf ausgelobt, mit denen jetzt die Veranstaltung bezahlt worden sei. Geleitet wurde sie von Martin Weingard von der Hessischen Sportjugend. Für Klassenlehrerin Zita Sprengard eine gute Gelegenheit, den guten Klassenverband noch zu stärken, wie sie befand, „und das dann in den Schulalltag zu übertragen, das ist das Ziel“.

Es handele sich um ein halbtätiges Teamtraining, erläuterte Weingard. Die Klasse würde dabei zahlreiche Stationen durchlaufen. Als erstes gab es so genannte Findungsspiele, bei denen er die Jugendlichen besser kennenlernen konnte, um anschließend auf deren Fähigkeiten aufzubauen, damit sie an ihre Grenzen und darüber hinaus stoßen konnten.

Wie Weingard hervorhob, habe die Klasse einen altersgerechten Taten- und Bewegungsdrang. Das führe dann dazu, dass die gestellten Aufgaben anfangs noch zu schnell und unüberlegt angegangen würden. „Einer hat eine Idee und dann Action“, Scheitern sei die Folge. Ziel sei es aber, Effizienz und Struktur in die Aktionen zu bekommen.

Dafür müssten sich die Schülerinnen und Schüler austauschen und Ideen sammeln und zusammentragen.

Eine der Aufgaben war der „elektrische Draht“. Ein Seil galt es von allen zu überqueren, ohne es zu berühren. Dabei musste immer Körperkontakt untereinander gehalten werden. So würden Berührungsängste bekämpft.

Nicht jeder Lösungsansatz passt für alle Schüler

Erstaunt zeigte sich Weingard, dass die Klasse sofort an der niedrigsten Stelle anfing, gleichwohl dies nicht den kürzesten Weg bedeutete. Die ersten kamen auch gut drüber, aber bei anderen klappte es nicht. Und die Schüler lernten, dass nicht jeder Lösungsansatz für jeden geeignet ist, unterschiedliche Wege galt es zu finden.

In jedem Fall gab es jede Menge Spaß bei den Aktionen auf der Wiese des Schwimmbades, zumal bestes Wetter herrschte. „Teamgeist heißt, dass es einer alleine nicht schaffen kann“, betonten die Schüler. „Und es kommt auf gegenseitiges Vertrauen an“, sagte die 13-jährige Michaela, man verstehe sich jetzt noch besser, obwohl die Klassengemeinschaft schon vorher sehr gut gewesen sei, ergänzte die gleichaltrige Fabienne.

von Heiko Krause

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