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DNA-Vergleich entlastet Verdächtigen

Versuchte Entführung in Niederweimar DNA-Vergleich entlastet Verdächtigen

Im Zusammenhang mit der versuchten Kindesentführung in Niederweimar liegen inzwischen erste Ergebnisse der Spurensicherung vor. Der 53-Jährige, den die Polizei kurz nach der Tat am 1. Oktober vorübergehend verhaftet hatte, scheidet demnach als Verursacher der Spur definitiv aus. 

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Polizeibeamte suchen Spuren nach der versuchten Entführung eines Kindes in Niederweimar.

Quelle: Tobias Hirsch

Niederweimar. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft Marburg am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Der Täter ist weiter auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen gegen den Mann sind damit laut Annemarie Wied, Sprecherin der Staatanwaltschaft, zwar noch nicht vollständig abgeschlossen: „Es ist aber so, dass die Ergebnisse den bisherigen Beschuldigten erheblich entlasten.“

Nach Informationen der OP stimmen auch die gefundenen Fingerabdrücke nicht mit denen des in Verdacht geratenen Mannes überein, der stets alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten hat. Am 1. Oktober hatte ein Unbekannter in Niederweimar ein neun Jahre altes Mädchen in sein Auto gezerrt. Das Kind konnte sich aber in letzter Sekunde aus den Fängen des Entführers befreien. Schon am Tag nach der Tat kam der Verdächte wieder frei, nachdem das Mädchen ihn nicht wiedererkannt hatte.

Die bisher gefundenen Haar- und Faserspuren sind noch nicht ausgewertet. Die Ergebnisse, mit denen erst in einigen Wochen zu rechnen ist, sollen jedoch abgewartet werden.

Nun prüfen die Ermittler mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Fällen in ganz Deutschland. Offenbar jedoch noch ohne konkrete Anhaltspunkte. Nach der Analyse der DNA-Spuren durch das Hessische Landeskriminalamt im vorliegenden Fall sei der Abgleich mit den Daten in den Fahndungs-Systemen und Datenbanken der Polizei ein routinemäßiges Vorgehen, so Wied. „Die Ermittler prüfen dabei, ob der Vorfall in eine Serie passt, ob es Übereinstimmungen mit früheren Fällen gibt oder ob die Fingerabdrücke oder DNA-Spuren polizeibekannten Personen zugeordnet werden können.“

Die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe der Marburger Kriminalpolizei geht gegenwärtig insbesondere den Hinweisen nach, die Zeugen direkt nach der Tat zu Protokoll gegeben hatten oder die nach dem Fahndungsaufruf seit Ende voriger Woche eingegangen sind. „Das Fachkommissariat 10 der Kripo Marburg nimmt natürlich auch weiterhin Zeugenhinweise auf“, so Polizeisprecher Jürgen Schlick. Zu erreichen sind die Beamten unter der Rufnummer 06421/ 406-0 .

von Christoph Linne

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Im Fall der versuchten Kindesentführung in Niederweimar ermittelt inzwischen eine mehrköpfige Arbeitsgruppe der Kripo Marburg und fahndet intensiv nach dem Täter. 

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