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Bürgermeister zeigt sich als Mann der Tat

Wahlkampf Bürgermeister zeigt sich als Mann der Tat

Volker Muth im Wahlkampf. Obwohl schon einmal erlebt, ist dieser eine neue Erfahrung, denn er geht nicht als „Fremder“ und Neuling ans Werk, sondern als mittlerweile allseits Bekannter und Amts-Verteidiger ins Rennen.

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Weimar. Volker Muth hat sich bestens eingelebt. Er fühlt sich in Weimar richtig wohl und bezeichnet seine neue Heimatgemeinde gern als „Perle des Lahntals“. Weil er sich wohlfühlt und ihm die Arbeit als Bürgermeister tagtäglich Spaß macht, möchte er seinen „Vertrag“ mit den Bürgern um weitere sechs Jahre verlängern. Als Amtsinhaber ist sein Wahlkampf nun ein anderer als jener von vor sechs Jahren. Dieses Mal kann ihm praktisch jeder normale Termin als Bürgermeister auch als Wahlkampf ausgelegt werden, doch Muth sieht das keineswegs so. „Wenn ich erst jetzt anfangen würde zu versuchen die Menschen von mir zu überzeugen, hätte ich hier in den vergangenen Jahren gar nichts bewegt.“

Muths Bewerbungsunterlagen sind also die Ergebnisse der mittlerweile fünfeinhalb Jahre andauernden Arbeit für die Gemeinde. „Das schöne an meiner Arbeit ist, dass es auch jeden Tag etwas Neues gibt“, sagt Muth. Mit einigen Mitgliedern der SPD, die für Muths Wiederwahl eintritt, nimmt er sich nun in den Wochen vor der Wahl neben seinem Beruf zusätzlich Zeit, mit Bürgern der Gemeinde ins Gespräch zu kommen, am Tag der OP-Begleitung legte er den Schwerpunkt auf heimische Gewerbetreibende. Im Programm ist eine Bäckerei. Auf 400 Quadratmetern wird mitten in Niederweimar zur Schlafenszeit ordentlich gebacken. Das Familienunternehmen Holzapfel existiert bereits seit 1903. Neben dem Stammhaus in Niederweimar, zu dem auch ein Verkaufsladen gehört, gibt es noch Filialen in den Edeka-Neukaufgeschäften in Niederweimar, Lohra und Allendorf/Lumda. 20 Menschen stehen bei Holzapfels in Lohn und Brot.

„Alle in Vollzeit, bei uns gibt es keine 400-Euro-Jobs“, betont Seniorchef Horst Holzapfel bei einer Führung durch die Backstube. Holzapfel weiß, dass es für ein Familienunternehmen am Markt immer schwieriger wird, aber er weiß auch, mit welchen „Waffen“ man sich durchaus eine treue Kundschaft sichern kann: Neben der Qualität sieht Holzapfel ein großes Plus darin, „dass wir für unsere Kunden verzehrsnah backen können“. Das bedeutet wirklich frische Brötchen am Morgen und nicht Brötchen, die schon ein paar Stunden alt sind und quer durch den Landkreis gefahren wurden.

Muths Weg führt ihn dann ins Neubaugebiet. Schließlich sollen auch die Neubürger informiert werden, dass in Weimar eine Bürgermeisterwahl ansteht.

In Weimar gibt es auch zwei Elektrofachbetriebe, die wie die Gemeinde selbst auch dem Gewerbeverein angehören. Hans-Peter Damm von der DHZ-Elektro Service GmbH, setzt darauf, dass die Gemeinde die heimischen Branchen berücksichtigt. Die Firma resultiert aus einem Versuch ehemaliger Mitarbeiter der Firma Matthäi, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Auch da sei die Gemeinde in der Pflicht, die Angebote zu prüfen, so Muth. In einigen Fällen ergatterte DHZ schöne Aufträge innerhalb der Gemeinde, etwa beim Kindergartenbau. „In solchen Fällen ist uns allen geholfen, wir stärken das heimische Handwerk und sichern Arbeitsplätze und die Leistung kommt unseren Bürgern beziehungsweise Kindern zugute“, sagt Muth.

von Götz Schaub

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP.

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Peter Eidam ist derzeit Ortsvorsteher von Niederweimar. Sein Ziel: Zum Jahresende möchte er gern ins Amt des Bürgermeisters der Großgemeinde Weimar eingeführt werden.

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