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Bürger wünschen sich Gemeinderaum

Ortsbegehung Erbenhausen Bürger wünschen sich Gemeinderaum

Straßensanierung, Backhausausbau, Unkraut trimmen – bei einem Spaziergang durch Erbenhausen sammelte der Ortsbeirat Ideen für den Haushalt.

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Gemeinsam mit Gemeindechefin und Bauamtsleitung schauten sich die Ortsvertreter bei einige Grünflächen und auf dem Spielplatz um.

Quelle: Ina Tannert

Erbenhausen. Der Ortsbegehung schlossen sich Bürgermeisterin Claudia Schnabel und der neue Bauamtsleiter Karsten Christian an. Ganz oben auf der Liste der Erbenhäuser zum Haushalt 2018 steht der Wunsch nach einem Gemeinderaum in Form des örtlichen Backhauses. Das könnte mit Anbau und neuen Dachziegeln in ein kleines Bürgerhaus umgewandelt werden, schlug Ortsvorsteher Bernt Dieterich vor. Der Bauamtsleiter sieht darin kein Problem, will im Vorfeld jedoch abklären, ob der Fachwerkbau unter Denkmalschutz fällt.

Daneben machte der Ortsbeirat auf eine mögliche Fehlkonstruktion aufmerksam: Der Graben zwischen der Straße Sonnbach und dem Friedhof wurde erst vor wenigen Jahren erneuert, die Steine nach Meinung des Gremiums dabei falsch verlegt. Das Quellwasser laufe demnach nicht ober-, sondern unterirdisch ab und überschwemme regelmäßig die gegenüberliegenden Grundstücke rund um den Reitplatz. Das ganze Konstrukt sei damit sinnlos und „ein Graben, der nicht funktioniert – da muss dringend etwas gemacht werden“, riet Dieter Fischer zur Eile. Schnabel versprach Rücksprache mit der zuständigen Baufirma zu halten.

 
Der hölzerne Kletterturm auf dem Spielplatz soll ausgetauscht werden. Foto: Ina Tannert

Neben einem neuen Grünschnittcontainer nahmen die Ortsvertreter einige Verschönerungsarbeiten für den Friedhof mit in den Haushaltsantrag auf. Darunter ein neues Tor sowie eine Bepflanzung am Zaun entlang der Dorfseite.

Ebenfalls auf der Liste landete ein Aufenthaltsbereich samt Pavillon auf dem Spielplatzgelände. Ebenso wie eine Tisch-Bank-Kombination, die vielleicht schon in diesem Jahr angeschafft werden kann – „wenn im Spielplatz-Budget etwas übrig bleibt“, sagte die Gemeindechefin. Langfristig müsse ebenfalls ein Teil des in die Jahre gekommenen hölzernen Kletterturms ausgetauscht werden, ­ergänzte Christian. Darüber hinaus sollen einige zerschlissene Sitzbänke ersetzt werden.

Straße Hollerstrauch: „Die bröckelt uns langsam weg"

Diskussionen gab es auch  über einige Grünfläche im Ort. Die seien zum Teil nur mäßig gut gemäht, insbesondere der kleine Dorfplatz am Sonnbach überwuchere und sei seit Jahren schon ein Trauerspiel, befand der Ortsvorsteher. Die Gittersteine des kleinen Platzes sind sichtlich überwuchert und nur schlecht zu pflegen. Der Ortsbeirat befürwortet daher eine Asphaltdecke statt einer Rasenfläche, wie Schnabel als Alternative vorschlug.

In teils fragwürdigem Zustand sieht das Gremium auch so manche Straße, allen voran die Bergstraße Hollerstrauch. „Die bröckelt uns langsam weg“, betonte Dieterich. Eine Sanierung wäre wünschenswert. Ob sich die tatsächlich lohnen würde, bezweifelte die Bürgermeisterin. Nicht nur, dass nur wenige Häuser entlang des bebauten Abschnitts stehen, „es ist auch eine lange Straße“, so Schnabel. Die Beiträge für die wenigen Anlieger wären hoch, den Aufwand wohl nicht wert. Dennoch: „Es wird nicht besser und immer weiter ausgespült“, befand Christian. Ähnlich steht es um den Wiesenweg, auf dem zumindest einige Löcher geflickt werden sollen.

von Ina Tannert

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