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Biogasanlage entsteht bei Fronhausen

Energie Biogasanlage entsteht bei Fronhausen

Direkt neben der Teichkläranlage an der Straße zwischen Fronhausen und Odenhausen entsteht ein zukunftsweisendes Projekt der Landwirtsfamilie Geißler.

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Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber (links) und Bauamtsleiter Jürgen Würz flankieren die Landwirte Kurt, Johannes und Andreas Geißler. Die beiden Brüder Andreas und Johannes Geißler investieren zusammen in die Zukunft.

Quelle: Götz Schaub

Fronhausen. Auf einer Fläche von 3,6 Hektar bauen die Brüder Andreas und Johannes Geißler eine Biogasanlage mit Mehrzweckhalle und einem Schweinestall. „Diesem Vorhaben liegt ein klares und in sich schlüssiges Konzept zugrunde“, sagte Andreas Geißler beim ersten Spatenstich am Dienstag. So soll der anfallende Mist und die Gülle aus der Schweinehaltung direkt der nebenstehenden Biogasanlage zugeführt werden. „Damit decken wir schon rund 50 Prozent des Gesamtbedarfs ab“, erläuterte Andreas Geißler.

Die übrigen 50 Prozent zur „Speisung“ der Biogasanlage sollen nachwachsende Rohstoffe sein, die wiederum zum allergrößten Teil von der Landwirtsfamilie selbst erzeugt werden. Die gewonnene Energie soll über die Biogasanlage in Strom umgewandelt werden und ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Die entstehende Abwärme soll nach Möglichkeit auch genutzt werden. Dafür gibt es bereits einige Modelle, wobei an erster Stelle der Nutznießer die gegründete Genossenschaft aus Fronhausen zu nennen wäre, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ein Nahwärmenetz in Fronhausen aufzubauen.

Die 250-Kilowatt-Anlage könnte 500 Haushalte mit elektrischen Strom versorgen beziehungsweise 30 Haushalte mit Wärme, informiert Bürgermeister Reinhold Weber. Er begrüßt das Engagement der Landwirtsfamilie ausdrücklich und hat zusammen mit Bauamtsleiter Jürgen Würz das private Vorhaben von Gemeindeseite aus tatkräftig unterstützt.

Sehr froh ist man über den Standort der Anlage. Weit genug weg von Fronhausen, um nicht Gefahr zu laufen, dass es Beschwerden wegen Geruchsbelästigung gibt, was die Schweinehaltung angeht, und doch nah genug dran, was die mögliche Weiterleitung der Abwärme betrifft.

Was die Bauzeit angeht, beabsichtigen die Brüder, dass die Biogasanlage noch dieses Jahr fertig wird und die Stromerzeugung aufgenommen werden kann. Unterstützt wird das Gesamt-Bauvorhaben aus Mitteln der EU und des Landes. Der Vorstand der Region Marburger Land hatte sich ebenfalls für die Umsetzung des Vorhabens ausgesprochen.

Zur Kläranlage der Gemeinde wurde vorsorglich so viel Abstand gelassen, dass diese durchaus erweitert werden kann, falls dies irgendwann einmal in der Zukunft vonnöten sein sollte.

von Götz Schaub

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