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Bei erster Generalversammlung sind schon 64 Mitglieder dabei

100 Jahre TSV Wittesberg Bei erster Generalversammlung sind schon 64 Mitglieder dabei

Dass der TSV Wittelsberg an diesem Wochenende sein 100-jähriges Bestehen feiert, ist einem wohl sehr sportbegeisterten Pfarrer zu verdanken.

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Fußball bestimmt einen großen Teil des Festwochenendes des TSV. Das Archivbild zeigt eine Szene gegen Hachborn.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wittelsberg. Am 6. März 1912 wurde der TSV Wittelsberg gegründet. Vollzogen wurde die Gründung von einem Pfarrer Fett, der sogar Verantwortung als Turnwart im Vorstand übernahm. Nach dem Ersten Weltkrieg war es erneut Pfarrer Fett, der dem Verein Ende 1919 wieder auf die Beine brachte. Dieses Mal übernahm er sogar das Amt des Vorsitzenden. Und es ging wieder aufwärts, 1921 richtete der Verein das Bezirksturnfest aus. Vom Erlös der Veranstaltung kaufte der Verein seine Fahne, die noch heute vorhanden ist. 1922 wurde dann auch gegen das runde Leder getreten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bereits im Spätsommer 1945 Versuche unternommen wieder Fußball zu spielen, was sich zunächst als sehr schwierig herausstellte, weil Vereine zunächst nicht zugelassen wurden und es an Ausrüstung fehlte. Als es dann wieder aufwärts ging, prägte ein Name die fußballerischen Erfolge des Vereins: Heinz Wagner. Mit ihm gelang 1967 der erstmalige Aufstieg in die Bezirksklasse, die im ersten Jahr nach drei Entscheidungsspielen gegen den FV Cölbe gehalten wurde. Zweimal trennten sich die Teams 1:1, dann gelang dem TSV ein 2:0-Sieg. Als es 1971 wieder eine Liga tiefer ging, wechselte Wagner zum VfB Gießen und schaffte es auch in die Hessenauswahl. Später kehrte er als Spielertrainer wieder zum TSV zurück und es begann die große Zeit der Hessenpokalspiele. Einmal klopfte der TSV Wittelsberg sogar an die Tür zur ersten Runde des DFB-Pokals. Nach Vereinsansicht „unter äußerst unglücklichen Umständen“ unterlag der TSV im entscheidenden Spiel um den Einzug in die erste Runde den Amateuren des FSV Frankfurt mit 0:3 nach Verlängerung.

Der TSV besteht aber längst nicht nur aus der Sparte Fußball. Verschiedene Gymnastikangebote, eine Herzsportgruppe, Badminton und Mutter-Kind-Turnen bilden den Verein im Jahr seines 100-jährigen Bestehens.

Das Fest-Programm

Los geht es am morgigen Freitag mit einem Fußballspiel der Ehemaligen (18 Uhr), im Anschluss heizen die „Gipfelstürmer“ mit zünftiger Musik im Festzelt ordentlich ein. Zum abendlichen Dämmerschoppen sind alle ehemaligen Aktiven und alle Vereinsfreunde eingeladen. Am Samstag geht es mit Fußball weiter. Die C-Jugend des JFV Ebsdorfergrund beginnt mit einem Freundschaftsspiel um 13 Uhr, bevor es im Grundderby gegen die Spvgg. Rauischholzhausen (17.30 Uhr, B-Klasse) so richtig zur Sache geht. Die Reserve bestreitet um 15.30 Uhr das Vorspiel. Abends wird es dann rockig. Die Band Screw loose lädt ab 21 Uhr zur Rocknacht des TSV. Der Sonntag startet traditionell um 10 Uhr mit einem Zeltgottesdienst. Der Festkommers und ein gemütliches Beisammensein schließen sich an.

von Götz Schaub

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