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Südkreis Bauern bleiben dabei: Es gibt zu viel Milch
Landkreis Südkreis Bauern bleiben dabei: Es gibt zu viel Milch
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18:01 24.06.2009
Vom Kampf der heimischen Milchbauern für einen fairen Milchpreis zeugt dieses Schild an der Bretterwand eines Kuhstalls. Quelle: Manfred Schubert

von Stefan Weisbrod

Wittelsberg. Für einen Milchpreis von mindestens 40 Cent pro Liter demonstrierten die deutschen Milchbauern im vergangenen Jahr. Dieser Abnahmepreise sei nötig, um die Produktionskosten zu decken, lautete die Argumentation. Inzwischen erhalten die Erzeuger einen Literpreis von etwa 24 Cent. Diese Situation führte in den vergangenen Tagen und Wochen zu europaweiten Protesten der Milchbauern, die auch im Landkreis auf ihre Notlage aufmerksam machten (die OP berichtete).

„Zu den gegenwärtigen Preisen kann niemand kostendeckend Milch produzieren“, sagte Dr. Hans Hermann Harpain am Montagabend in Wittelsberg. Der stellvertretende Generalsekretär des Hessischen Bauernverbandes war einer der Teilnehmer einer Gesprächsrunde zum Thema Milchpreis, die von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen organisiert und von der Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch moderiert wurde.

Sein Verband fordere von der Politik unter anderem eine weitere Förderung des Exports deutscher Milch sowie eine konsequente Umsetzung des EU-Schulmilchprogramms, erläuterte Harpain. Zudem müsse kartellrechtlich geprüft werden, wie der „zerstörerische Preiskampf“, der durch die großen Discounter verursacht werde, reguliert werden könne. Auf die von den Landwirten dringend geforderte Mengenreduzierung ging Harpain nicht ein, weshalb er ins Kreuzfeuer der Kritik geriet.

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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