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Bademeister holte Polizei zur Hilfe

Versuchte Entführung Niederweimar Bademeister holte Polizei zur Hilfe

Als die Polizei Bochum am 7. Mai dieses Jahres auf einen Hilferuf aus dem Freibad in Witten (NRW) reagierte, sollte noch niemand ahnen, zu welcher Festnahme dies zweieinhalb Wochen später führen würde.

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Die Polizei Dortmund sicherte nach der Festnahme des Mannes Spuren in einem Fachwerkhaus in Bettinghausen im Kreis Soest. Es gehört dem 34-jährige mutmaßliche Täter der versuchten Entführung von Niederweimar. Im Erdgeschoss stießen die Ermittler auf zugemauerte Fenster, drinnen auf einen gemauerten Verschlag ohne Fenster und Türen.

Quelle: Soester Anzeiger / Peter Dahm

Niederweimar. „Das war ein richtig gutes Gefühl, als der Anruf aus Marburg kam“, berichtet Volker Schütte, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Bochum, der OP über die Ereignisse der vergangenen Woche.

Kripo-Beamte aus Marburg und Soest hatten am Dienstag vergangener Woche in Lippstadt einen 34-Jährigen festgenommen. Er gilt als mutmaßlicher Täter der versuchten Entführung eines neunjährigen Mädchens in Niederweimar. Dieser Fall liegt fast fünf Jahre zurück und ereignete sich am 1. Oktober 2012.

Nach Festnahme des Tatverdächtigen laufen Ermittlungen weiter

Am 7. Mai dieses Jahres fiel dem Bademeister des Freibads in Witten ein Mann auf, der ein Mädchen im Schwimmbecken an Hüfte und Gesäß berührte, berichtet Polizeisprecher Schütte. „Er erzählte dem Mädchen, er wolle ihr das Tauchen beibringen.“ Der Bademeister habe genau richtig reagiert, „er holte den Mann aus dem Wasser und rief die Polizei“. Die Beamten nahmen den 34-Jährigen mit auf die Wittener Wache, befragten ihn, nahmen seine Fingerabdrücke und ließen ihn wieder gehen. Seither ermittelt das dortige Fachkommissariat für Sexualdelikte gegen den Mann, der mit erstem Wohnsitz in Hamm und mit zweitem Wohnsitz in Bettinghausen gemeldet ist. In Bettinghausen befindet sich das Fachwerkhaus, in dem die Kriminaltechniker der Polizei Dortmund den gemauerten Verschlag entdeckten. Der 34-Jährige ist Eigentümer des Gebäudes. Das zweigeschossige Haus sei „eine ziemliche Bruchbude, aber bewohnbar“, sagt Frank Meiske, Sprecher der Kreispolizeibehörde Soest, die die Untersuchungen in dem Haus leitete.

Die Ermittlungen gegen den 34-Jährigen gehen weiter. Im Fall von Niederweimar gilt er als dringend tatverdächtig. Seine Fingerabdrücke stimmten mit jenen überein, die die Polizei auf einem Klebestreifen sicherstellte. Damit hatte der Mann das neunjährige Mädchen in Niederweimar geknebelt, bevor dem Kind die Flucht gelang.

von Carina Becker-Werner

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Eschütternde Fakten

Vor einer Woche  nahmen Polizeibeamte aus Marburg und Soest einen 34-Jährigen fest, den mutmaßlichen Täter der versuchten Entführung von Niederweimar.

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