Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Auf dem Friedhof droht Platznot

Niederweimar Auf dem Friedhof droht Platznot

Wie geht es mit dem Friedhof in Niederweimar weiter? Das wollte die SPD mit einer Anfrage im Parlament erfahren. Die Antwort: Er soll deutlich erweitert werden.

Voriger Artikel
Gefährliche Pfützen auf der Brücke
Nächster Artikel
Tanz auf dem Asphalt der früheren Bundesstraße

Der Friedhof in Niederweimar soll demnächst erweitert werden. Der aktuelle Planungsstand war Thema im Weimarer Gemeindeparlament.Foto: Michael Agricola

Niederweimar. Die Fraktion hatte sich darüber gewundert, dass es zwar eine Mitteilung des Gemeindevorstands zur Baugrunduntersuchung gegeben hatte, sonst aber eine Friedhofserweiterung in den vergangenen zwei Jahren in der Gemeindevertretung nicht behandelt worden sei.

Deshalb fragte die SPD, womit eine Erweiterung des Friedhofs begründet werde, wo es doch im nördlichen Teil des Friedhofsgrundstücks noch Platz für weitere Gräber gebe und einige Gräber nach Ablauf der Liegefrist nicht geräumt worden seien.

„Wir brauchen dringend mehr Grabstätten“, antwortete Bürgermeister Peter Eidam (parteilos). Ein Großteil der vorhandenen sei belegt, bis Mitte 2013 seien wohl auch die noch freien Stellen - 10 Doppel-, 12 Einzel- und 9 Urnengrabstellen - vergeben sein. Das genannte freie Stück im Norden des Friedhofsgeländes sei ungeeignet, unter anderem, weil es von umfangreichem Wurzelwerk der vorhandenen Gehölze durchzogen sei. Dem entgegnete Siegfried Koch von der SPD, dass eine solche Gehölzfläche doch gerade für Urnenbestattungen ideal sei. Martina Klein von den Freien Bürgern sprach sich für eine größere Auswahl an Bestattungsmöglichkeiten aus. Wiesengräber zum Beispiel lägen im Trend, solche Bestattungen seien in Niederweimar aber derzeit nicht möglich.

Was das Abräumen von Grabstellen angehe, verwies Eidam darauf, dass eine Exhumierung im Jahr 2007 gezeigt habe, dass die Verwesung zum Teil auch nach 30 Jahren noch nicht weit genug fortgeschritten gewesen sei, um eine sofortige Neubelegung zu erlauben. Für die Erweiterung des Friedhofs, berichtete Eidam weiter, seien drei Bauabschnitte geplant, die Kosten für Gutachten, Erdarbeiten und Zaunanlagen seien mit insgesamt 40000 Euro veranschlagt.

von Michael Agricola

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr