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Arbeit für die Kirche: „Das ist genau das Richtige für mich“

Christian Fischer Arbeit für die Kirche: „Das ist genau das Richtige für mich“

„Für mich ist der heutige Tag wie ein kleines Erntedankfest“, sagte Dr. Stephan Goldschmidt, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland, vor vollbesetzter Kirche. „Im Jahre 2001 war ich es, der Christian Fischer konfirmiert hat, umso erfreuter war ich dann auch, als er mir am Telefon von seinem Vorhaben berichtete.“

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Dirk Wilbert (von links), Christian Fischer und Stephan Goldschmidt nach dem Gottesdienst.

Quelle: Katrin Wollenschläger

Oberweimar. „Für mich ist der heutige Tag wie ein kleines Erntedankfest“, sagte Dr. Stephan Goldschmidt, Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland, vor vollbesetzter Kirche. „Im Jahre 2001 war ich es, der Christian Fischer konfirmiert hat, umso erfreuter war ich dann auch, als er mir am Telefon von seinem Vorhaben berichtete.“ Für diesen besonderen Gottesdienst sei er nach über elf Jahren sehr gerne wieder in die Martinskirche zurückgekehrt, sagte er. „Sowohl die Landeskirche als auch die angehenden Lektoren investieren viel Arbeit in diese Ausbildung, denn Gottesdienste sind schließlich die Visitenkarten der Kirche“, so Goldschmidt. Und gerade deshalb seien sie auch so eine riskante Angelegenheit. „Bei Gottesdiensten geht es um keine Belanglosigkeit, sondern um die Begegnung mit Gott und seinem Wort, daher dürfen sie auch nicht misslingen.“ Und dennoch seien lieblos gefeierte und schlecht besuchte Gottesdienste leider keine Seltenheit, ergänzte Golfschmidt.

Im letzten Jahr hatte der Vorstand der Martinskirche beschlossen, Fischer die zwölfmonatige Lektorenausbildung der Landeskirche zu ermöglichen. „Als mich Pfarrer Dirk Wilbert gefragt hat, ob das nicht was für mich wäre, habe ich nicht lange gezögert“, sagte der 24-Jährige nach dem Gottesdienst. „Ich habe mich in der Kirche schon immer zu Hause gefühlt, daher ist es umso schöner, dass ich fortan aktiv etwas zum Gemeinschaftserlebnis Gottesdienst beitragen darf.“ An zehn Wochenenden lernte er das Vortragen biblischer Lesungen, die Mitwirkung bei Gebeten oder die Austeilung des Abendmahls, aber auch Grundkenntnisse in Bibelkunde und in der Aneignung einer Lesepredigt standen auf dem Lehrplan. „Während des Unterrichts habe ich gemerkt, dass das genau das Richtige für mich ist“, offenbarte der BWL-Student.

Nach einem feierlichen, gut einstündigen Kirchspielgottesdienst führte Pfarrer Dirk Wilbert Fischer unter den Augen von etwa 100 Gemeindemitgliedern in seinen Dienst ein. Damit übernimmt Fischer ein Amt mit Tradition, denn vor ihm füllte Kurt Hopp über drei Jahrzehnte diese Aufgabe aus, bevor er im Juli dieses Jahres verstarb.

von Katrin Wollenschläger

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