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Südkreis Angeklagter bestreitet, geschlagen zu haben
Landkreis Südkreis Angeklagter bestreitet, geschlagen zu haben
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20:07 01.02.2011
Das Verfahren wegen Körperverletzung gegen einen 52-jährigen Mann wurde vom Marburger Amtsrichter Dirk-Uwe Schauß am Dienstag eingestellt.

Marburg. Konkret soll der Mann, der inzwischen im Nordkreis lebt, auf dem Hof seines ehemaligen Anwesens in einem Weimarer Ortsteil auf die neue Besitzerin losgegangen und sie mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, sodass diese Hämatome erlitten haben soll.

Nachdem die vermeintlich Geschädigte einen ihr bekannten Polizisten angerufen habe, soll der Angeklagte dem angeblichen Opfer gegenüber über den Beamten hergezogen sein, was laut Staatsanwaltschaft als Beleidigung gewertet werden müsse.

Der Angeklagte bestritt alle Vorwürfe. Er sei zu seinem ehemaligen Anwesen, in dem er mit seiner Familie zu diesem Zeitpunkt noch gelebt habe, gefahren, nachdem ihn seine Stieftochter angerufen habe. Diese habe dort persönliche Sachen abholen wollen und sei dabei von der vermeintlich Geschädigten auf Herausgabe des Schlüssels gedrängt worden.

„Ich habe mich bedroht gefühlt. Sie war sehr aggressiv“, sagte die 18-Jährige später in der Verhandlung. Auf dem Hof sei die Frau sofort auf ihn losgestürmt, habe dabei mit einem Besen gedroht und ihren Schäferhund dabei gehabt, berichtete der 52-Jährige. „Ich hatte Angst“, sagte der Angeklagte, deshalb habe er der Frau den Besen entrissen und sie weggestoßen. Ob er sie dabei getroffen hat, könne er nicht sagen. „Jedenfalls war es kein Schlag“, bekräftigte er.

Richter Schauß regte an, das Verfahren einzustellen. Es sei nicht feststellbar, dass der Angeklagte zugeschlagen habe. Auch die angebliche Beleidigung des Polizisten konnte kein Zeuge bestätigen. Staatsanwaltschaft und Angeklagter stimmten der Einstellung zu.

von Stefan Weisbrod

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