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Am Anfang war das Paradiesbäumchen

Weihnachtsschmuck Am Anfang war das Paradiesbäumchen

Wo liegt der Ursprung des Weihnachtsbaumes, und wie wurde er im Laufe der Jahrhunderte geschmückt? Diese Fragen beantwortete die Weihnachtsausstellung in „Wenze Ställche“.

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Michael Marsch erklärt Johanna Heicke die unterschiedlichen Stücke der Weihnachtsschmuckausstellung.

Quelle: Martina Becker

Dreihausen. Christbaumschmuck – zu diesem Thema hat jeder einen Bezug. Viele Erinnerungen sind mit den kleinen Kunstwerken verbunden, die den Weihnachtsbaum verschönern. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass die glitzernde Ausstellung des Arbeitskreises Dorfgeschichte in „Wenze Ställche“ rund 300 Besucher interessierte.

Mehrere Hundert Exponate aus über 100 Jahren hatte Vereinsmitglied Michael Marsch mit seiner Frau Olivia zusammengetragen. Ein Großteil der Ausstellungsstücke waren Leihgaben aus Dreihäuser Privatbesitz. Viele Blicke zogen nicht nur die verschiedenen Weihnachtskugeln, sondern auch geschmückte Bäume oder sonstige Weihnachtsaccessoires auf sich, die den Zeitgeist von verschiedenen Jahrzehnten wiedergaben. Zur bunten Ausstellung fehlte es nicht an geschichtlichen Hintergrundinformationen.

„Ganz genau lässt es sich nicht eingrenzen, wo der Weihnachtsbaum seinen Ursprung hat“, erzählte Michael Marsch. Die ersten Überlieferungen von Bäumen fänden sich bei Handwerkerzünften im 15. Jahrhundert. Die Bäume seien mit Zuckerwerk behangen worden, so der Aussteller. Aus der gleichen Zeit wird auch von Paradiesbäumchen berichtet. Dies waren Holzgestelle, die mit Äpfeln geschmückt und zum Gedenken an Adam und Eva am 24. Dezember aufgestellt wurden. „So wie wir den Weihnachtsbaum heute kennen – als Mittelpunkt der Familienweihnacht – ist er erst seit 100 Jahren verbreitet und seit 400 Jahren bekannt“, berichtete Marsch. Seine eigene Entwicklung hatte auch der Weihnachtsschmuck, denn im Laufe der Jahrhunderte wurden unterschiedlichste Materialien verwendet. Es begann mit Nüssen, Zapfen und Äpfeln und hörte bei gebastelten Figuren und den heutigen Glaskugeln auf.

von Martina Becker

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