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Alt werden in Weimar - ja, bitte!

Bürger wollen helfen Alt werden in Weimar - ja, bitte!

Die Gemeinde Weimar hat nicht gerade das dicke Bankkonto, aber sie kann mit etwas wuchern, das mit Geld sowieso nicht zu bezahlen ist. Sie kann auf große Hilfsbereitschaftihrer Bürger bauen.

Weimar. Das von Dr. Henning Smolka, Oberweimar, moderierte Projekt „Älter werden in Weimar“ biegt bildlich gesehen nun auf seine Zielgerade ein. Will heißen, aus den Ergebnissen, die innerhalb des Projekts vornehmlich durch einen Fragebogen erzielt wurden und im September von Andreas Kaletsch während einer Bürgerversammlung öffentlich vorgestellt wurden (die OP berichtete), werden nun konkrete Vorschläge entwickelt, um älteren Menschen so lange es geht zu ermöglichen, Teil der Gemeinde, Einwohner eines Ortsteils, bleiben zu können. Bürgermeister Peter Eidam informierte die Mitglieder des Sozialausschusses am Montagabend über den derzeitigen Sachstand. Mit der Arbeitsgruppe, die sich mit den Ergebnissen des Fragebogens beschäftigt, sei vereinbart worden, abzuchecken welche versicherungsrechtlichen Fragen geklärt sein müssen, um ganz offiziell ehrenamtliche Hilfe von Bürgern für Bürger anbieten zu können. Eidam dazu: „Aus versicherungsrechtlicher Sicht ist es wohl das Beste, die Angebote in einem Verein zu bündeln. Aus diesem Grund werde sich in der nächsten Sitzung des Arbeitskreises, die voraussichtlich im März nächsten Jahres stattfindet, der Verein Bürgerhilfe Wolfshausen vorstellen, der seine ehrenamtlichen Hilfsangebote mit der Zeit sowieso auf die gesamte Gemeinde ausdehnen möchte. „Das könnte ein Weg sein, sich diesem Verein anzuschließen“, meinte Eidam. Er wisse jedoch auch, dass es in anderen Orten gewisse gewachsene Strukturen gebe, die dann auch irgendwie berücksichtigt beziehungsweise eingegliedert werden müssten. „Es wäre ein Meilenstein, wenn wir unsere zwölf Ortsteile in eine Struktur bündeln könnten.“ Flankiert von Zusatzangeboten wie dem Bürgerbus oder dem Wohnprojekt barrierefreies Wohnen, wie es im Neubaugebiet in Niederweimar angeboten wird, könnten dann ältere Menschen viel Hilfe erfahren. An die 60 Personen hatten sich schriftlich bereiterklärt, in irgendeiner Form ehrenamtlich Hilfe zu leisten. Dank der Ergebnisse aus der Fragebogenaktion können man schon recht gezielt darüber sprechen, welche Hilfen angeboten werden sollten und in welchem Ausmaß sie stattfinden können. Das Thema wird weiter an Wichtigkeit gewinnen, schließlich sind gut 2000 Mitbürger von insgesamt 7440 über 60 Jahre alt.

von Götz Schaub

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