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Alles ist bereit für den RuheForst

Bestattungsform Alles ist bereit für den RuheForst

In der Gemarkung Oberweimar wird ein sogenannter RuheForst eingerichtet. Damit wird in Weimar eine neue Form der Bestattung möglich.

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Kurt Wenz (von links) , Volker Muth, Cary von Heydwolff und Jost Arnold unterzeichneten die Verträge.

Quelle: Gemeinde Weimar

Oberweimar. RuheForste bieten letzte Ruhestätten in ausgewählten Waldgebieten, die sich durch eine naturnahe Baumartenzusammensetzung auszeichnen. Durch dieses Bestattungskonzept können sich diese Wälder nun für bis zu 99 Jahre ungestört weiterentwickeln. In einem RuheForst befinden sich sogenannte RuheBiotope, aus welchen die Menschen, die sich zu einer Waldbestattung entschlossen haben, ihre letzte Ruhestätte bereits zu Lebzeiten auswählen können. Dieser Platz kann so zu einem wichtigen Bezugspunkt werden. Das Recht auf Nutzung eines RuheBiotops kann für bis zu 99 Jahre erworben werden.

Trauerzeremonien müssen nicht stattfinden, sie können aber völlig frei gestaltet werden, wenn sie gewünscht sind. Die Beisetzung des Verstorbenen erfolgt in einer biologisch abbaubaren Urne an dem Platz, der von dem Verstorbenen oder seinen Angehörigen ausgewählt wurde. Da die RuheBiotope ein natürlicher Teil des Waldes sind, benötigen sie keine Pflege. Einen solchen RuheForst wird es nun auch bald in der Gemeinde Weimar im Ortsteil Oberweimar geben, auf dem Kirchberg im „Dunklen Wald“, der sich auf einer Fläche von rund 24,5 Hektar erstreckt. Der Wald befindet sich seit vielen Generationen im Besitz der Familie von Heydwolff. Frau Cary von Heydwolff hat die Idee zur Realisierung eines Bestattungswaldes über mehr als zwei Jahre verfolgt. Gemeinsam mit Geschäftsführer Jost Arnold von der RuheForst GmbH, Bürgermeister Volker Muth und dem Beigeordneten Kurt Wenz wurden jetzt die Verträge zur Errichtung des RuheForstes unterzeichnet.

Die offizielle Eröffnungsfeier soll, wenn die Witterung es zulässt, noch in diesem Jahr stattfinden.

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